hn_03x_10_2015_wohnflchen  Die Größe eines Einfamilienhauses hat Auswirkungen auf den Kaufpreis. Hauskäufer sind daher gut beraten, wenn sie vor dem Kauf eines Hauses die Wohn- und Nutzfläche noch einmal nachmessen. „Manch einer, der später nachmisst, stößt auf erhebliche Differenzen“, sagt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. Und: „Schon kleine Unterschiede bei der Wohnflächenberechnung können beim Kaufpreis gehörig ins Gewicht fallen.“ Dabei lässt sich die wahre Größe des Hauses auf eigene Faust ermitteln.
Zunächst einmal sollten Hauskäufer wissen, was zur Wohnfläche gehört. „Als Wohnfläche werden alle Flächen bezeichnet, die tatsächlich dem Zweck des Wohnens dienen, also zum Beispiel Schlafzimmer, Küche und Bad“, sagt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. Treppenhäuser oder Heizungsräume hingegen gehörten nicht dazu. Aus der Praxis weiß man, dass sich bei einem Einfamilienhaus schon mal bis zu 20 Quadratmeter Unterschied ergeben können. „Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man die Art der Berechnung vertraglich festhalten.“
Es gibt derzeit zwei anerkennte Methoden der Wohnflächenberechnung: Eine findet sich in der DIN 277 wieder, eine andere in der sogenannten Wohnflächenverordnung (WoflV). Während die DIN 277 Verkehrsflächen wie Treppenhäuser oder Heizungskeller komplett ausklammert, kalkuliert die WoflV diese Funktionsflächen nach ihrer Nutzbarkeit fürs Wohnen. Dadurch können Balkone oder Flächen unter Dachschrägen anteilig einbezogen werden. In der Regel wird ihr Anteil zwischen 25 und 50 Prozent angegeben. Ganz auf Nummer sicher geht es aber nur, wenn ein Gutachter zu Rate gezogen wird, sagt die BHW Bausparkasse.

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