Wenn das Bauland in Berlin und im Umland teurer wird, müssen Alternativen her. Und in der Tat: Je weiter weg das Traumgrundstück von der Hauptstadt entfernt ist, umso günstiger sind die Grundstückskosten. Doch das Baufinanzierungsportal Baufi24 warnt: Das Wohnen im Umland kann sich auch nachteilig auswirken – vor allem, wenn man noch täglich zur Arbeit nach Berlin muss.

In umliegenden Landkreisen und Städten stiegen die Immobilienpreise zwar auch, aber dort bekommen angehende Bauherren dennoch mehr Grundstück für ihr Geld. „Wer nun darüber nachdenkt eine günstigere Immobilie zu kaufen und einen längeren Arbeitsweg auf sich zu nehmen, dem ist geraten vorher gut zu kalkulieren“, sagt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24. Daher sollte sich gut überlegt werden, ob sich ein geringerer Kaufpreis auf Dauer auch rechnet. Scharfenroth warnt auch vor möglichen gesundheitlichen Gefahren und bezieht sich auf die Studie von Schweizer Forschern, die herausgefunden haben wollen, dass Pendler in der Regel schlechter gelaunt sind.

Umland: Anbindung und Zusatzkosten beachten!

Entscheidend bei der Frage, ob ein Haus im entfernten Umland dem Traum von den eigenen vier Wänden näher kommt, ist nach Ansicht von Baufi24 auch die Anbindung – etwa durch öffentliche Verkehrsmittel oder Autobahnanschlüsse. Dies führe zu weniger Stress. Am Ende spielen aber auch die Kosten für das Pendeln zwischen dem ländlich gelegenen Einfamilienhaus und der Hauptstadt eine Rolle – darunter fallen Benzinkosten, Wartungs- und Reparaturkosten fürs Auto oder die Kosten für die Monatsfahrkarte des Verkehrsbundes Berlin/ Brandenburg. (ots/gäd)

Foto: Bauratgeber Deutschland/ Marcel Gäding

Haus des Jahres 2017

1 KOMMENTAR

  1. Wie heißt es so schön? Bei der Investition in Immobilien sind drei Punkte entscheidend: Standort, Standort, Standort. Heutzutage wird ein Haus in den meisten Fällen nicht nur als Wohnstatt angeschafft, sondern auch mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es einmal als Altersvorsorge herhalten soll. Gerade in dem Punkt spielt aber die Lage eine entscheidende Rolle. Man sollte also immer auch die voraussichtliche Wertentwicklung der Immobilie im Auge behalten – und die ist in erster Linie gegeben durch gute Anbindung und Infrastruktur. Hier wird es aber problematisch, denn: Je besser angebunden ein Standort, desto höher auch der Preis – selbst im Umland. Und so relativiert sich die vermeintliche Ersparnis womöglich ganz schnell. Denn eine Immobilie wird mit zunehmendem Alter wartungs- und damit kostenintensiver und das rechnet sich nicht mehr, wenn die Wertsteigerung dem nicht entspricht.
    Blinde Investition in Immobilien ist sicher keine Lösung.
    Hinzu kommen neben dem finanziellen Aspekt auch der bereits genannte gesundheitliche Faktor sowie der Zeitverlust. Wer täglich mindestens zwei Stunden Fahrtweg zu und von seiner Arbeit in Kauf nehmen muss – eventuell noch ergänzt durch zusätzlichen Zeitverlust durch Wege in die Schule, zum Einkaufen etc. – der verliert wertvolle gemeinsame Zeit mit der Familie. Und die ist doch meistens der Grund für den Umzug aufs Land.

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