Haus des Jahres 2019

Viele Familien entscheiden sich für das Wohnen im Mehrgenerationenhaus. Wenn Kinder, Eltern und Großeltern unter einem Dach leben, hat das viele Vorteile. Einerseits reduzieren sich bei einem solchen Bauvorhaben Bau- und Grundstückskosten. Andererseits rückt die Familie näher und kann füreinander da sein. Doch so ein Projekt hat auch Tücken.

Wohnen im Mehrgenerationenhaus ist an sich eine gute Sache: Brauchen Großeltern im Alter Hilfe, können sie sich auf die im Haus wohnenden Kinder verlassen. Die wiederum müssen sich nicht sorgen, wenn sie abends einen Babysitter benötigen. Ganz nebenbei locken steuerliche Vorteile und Einsparungen bei der Investition in die eigenen vier Wände.

Wohnen im Mehrgenerationenhaus rechtlich klären

Doch der Familienfrieden muss nicht immer von langer Dauer sein, wie die Praxis zeigt. Daher empfiehlt das Baufinanzierungsportal Baufi24, unbedingt vorab Vorkehrungen zu treffen. „Um ernsten Auseinandersetzungen in der Zukunft vorzubeugen, sollten die Parteien rechtliche Eventualitäten bereits im Vorfeld klären“, sagt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals.

Im Mehrgenerationenhaus wohnen und Steuervorteile nutzen gehört beispielsweise dazu. Lässt sich ein Teil der Familie – in diesem Fall die Großeltern – als Besitzer eintragen, wohnt der andere Teil – in dem Fall die Kinder – zur Miete. Im Rahmen eines Mietverhältnisses lassen sich Ausgaben für Reparaturen oder Instandhaltung als Werbungskosten absetzen. „Je nach Objekt und Alter der Immobilie schreiben Käufer etwa 2 bis 2,5 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudeanteils pro Jahr ab“, erklärt Baufi24.

Achtung bei Trennung oder Tod!

Heikel ist es, wenn Trennung oder Tod zu Streitigkeiten führen, etwa bei der Erbfolge. Daher ist vorab unbedingt ein Vertrag zu schließen, der im Vorfeld alle in diesem Zusammenhang stehenden Fragen klärt. „Der einfachste Weg ist es, alle Wohnungen als unabhängige und voneinander getrennte Objekte zu betrachten.“

Wer kein Miet-Modell bevorzugt, kann auch einen anderen Weg gehen: Doppelhaus mit je zwei Haushälften. Allerdings sei dies mit wenigen steuerlichen Vorteilen verbunden, erklärt Baufi24. Im Klaren sollten sich Familien auch darüber sein, dass die enge Nähe zueinander mitunter auch nachteilig sein kann – etwa, wenn Oma unangekündigt in der Tür steht, oder die Enkelkinder den Großeltern den liebgewonnenen Mittagschlaf rauben. (gäd.)

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Aktuell Bau GmbH

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