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Die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise sorgt für eine große Nachfrage nach Wohneigentum in Wiesbaden. Eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Haus scheint für viele Wiesbadener eine krisensichere Kapitalanlage zu sein. Wer jedoch glaubt, dass Wohneigentum von laufenden Kosten befreit, der irrt. Auch Haus- und Wohnungseigentümer sind in der Pflicht, bestimmte Summen im Monat aufzubringen. Vor allem bei Eigentumswohnungen fallen Beträge an, die man in sein monatliches Budget unbedingt einplanen muss.

Wie die Rheinische Notarkammer mitteilt, hat jeder Wohnungseigentümer einen Anteil der Kosten für die Verwaltung und Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums zu tragen. „Wird beispielsweise eine Reparatur eines Daches erforderlich, trägt jeder Wohnungseigentümer die Kosten hierfür nach dem Verhältnis seines Miteigentumsanteils“, sagt Dirk Solveen, der Kammersprecher. Die Verwaltungs- und Instandhaltungskosten würden durch das von den Wohnungseigentümern zu entrichtende Wohngeld gedeckt. Außerordentliche Maßnahmen hingegen können auch über sogenannte Sonderumlagen erhoben werden. „Besteht Renovierungsbedarf und hat die Eigentümergemeinschaft keine ausreichende Instandhaltungsrücklage gebildet, kann hier auf den Erwerber eine erhebliche Kostenbelastung zukommen“, sagt Dirk Solveen.

Vor einem Wohnungskauf rät die Rheinische Notarkammer, sich genau über den Zustand des Gemeinschaftseigentums zu informieren und nach etwaigen Anhaltspunkten für eine künftig zu beschließende Sonderumlage forschen. Aufschluss könnten auch die Protokolle der Eigentümerversammlung geben, in die ein Kaufinteressent Einblick nehmen sollte. Auch der finanzielle Zustand der Eigentümergemeinschaft ist von Bedeutung, davon kann unter anderem auch die Höhe des Kaufpreises abhängen.

 

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