Die Wasserpreise in Berlin sind so hoch wie in keiner anderen Region. Das hat auch das Bundeskartellamt so gesehen und die Berliner Wasserbetriebe aufgefordert, die Wasserpreise in Berlin zu senken. Das Unternehmen sieht sich jedoch im Recht und lässt die Entscheidung des Bundeskartellamtes zunächst einmal juristisch prüfen. Berliner Haus- und Wohnungseigentümer sollten ihre Wasserentgelte deshalb bis auf Weiteres unter Vorbehalt zahlen, sagt die Berliner Verbraucherzentrale – zumindest, bis das Kartellverfahren gegen die Wasserkosten in Berlin in trockenen Tüchern ist.

Wie die Berliner Verbraucherzentrale
mitteilte, sollen Verbraucher rückwirkend zum 1. Januar 2012 im Schnitt 18 Prozent weniger für das Berliner Wasser zahlen; in den Jahren 2013 bis 2015 sollen es immerhin noch 17 Prozent weniger sein. Umgerechnet bedeutet dies pro Kopf und Jahr eine Ersparnis von 15 Euro für den Berliner Durchschnittsverbraucher. Die Berliner Wasserbetriebe geben sich mit der Entscheidung des Bundeskartellamtes jedoch nicht zufrieden und haben Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. Gleichzeitig versicherte das Unternehmen nach Darstellung der Verbraucherzentrale, nach einer entsprechenden juristischen Klärung zu viel gezahlte Entgelte an die betroffenen Kunden zurückzuzahlen.

Bis der Fall endgültig juristisch geklärt ist, rät die Berliner Verbraucherzentrale allen Haus- und Wohnungseigentümern, den Wasserbetrieben bei Rechnungserhalt mitzuteilen, dass die Beträge unter Vorbehalt gezahlt werden. „Mieter hingegen sollten ihre Vermieter darüber informieren, dass sie bis zum rechtskräftigen Abschluss des Kartellverfahrens die Wasserkosten unter Vorbehalt leisten“, so die Verbraucherzentrale.

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