Untersuchung zeigt – nur jede dritte Anlage hält, was sie verspricht

iwo_heizungserneuerung_270px_72dpi  Zum Ende der letzten Heizsaison haben die Energieberater der Verbraucherzentralen bundesweit gut 1.000 Brennwertgeräte im Praxiseinsatz untersucht. Sie nutzen Kondensationswärme aus dem Abgas und verheizen deshalb fossile Energien besonders effizient. Gegenüber herkömmlichen Heizkesseln können rund zehn Prozent Energie gespart werden. Doch was auf dem Prüfstand eine Tatsache ist, sieht im Heizungskeller oft anders aus.
 

Der Check ergab, dass die Besitzer nur bei einem knappen Drittel der Anlagen zufrieden sein können. Ein weiteres Drittel sollte optimiert werden, um den Brennwert-Effekt vollständig nutzen zu können. Beim letzten Drittel besteht deutlicher Handlungsbedarf, damit sich die Stärke dieser Technik nicht in Dampf auflöst.Wichtigste Messgröße war das Kondensat, das die Energieberater an typischen Wintertagen mit Außentemperaturen um Null Grad gemessen haben: Ist es viel, nutzt das Gerät die Energie des Brennstoffs gut; kommt nur wenig oder gar kein Kondensat, wird Energie verschenkt. Zahlreiche andere Aspekte wurden mit untersucht. Sind die Heizleitungen ordentlich gedämmt? Wurde die Regelung optimal eingestellt? Beides ist nur bei jeder zweiten Anlage der Fall. Ist das Gerät angepasst an das Haus, oder ist es zu groß gewählt? Hier herrscht nach wie vor das falsche Motto „Viel hilft viel.“Energie sparen mit optimaler EinstellungWas die Fachleute am meisten alarmiert: In weniger als einem Viertel der Fälle sind Rohrnetze, Heizkörper und Pumpen gut aufeinander abgestimmt. Das soll beim so genannten „Hydraulischen Abgleich“ einer jeden Heizungsanlage passieren, unterbleibt in der Praxis aber meistens und führt zu Mehrverbräuchen von etwa zehn Prozent.Das Fazit von Stefan Materne, Energieexperte der Verbraucherzentrale, fällt daher ernüchternd aus: „Wir haben kaum eine Anlage gesehen, bei der wirklich alles stimmte“. Er hat aber auch eine gute Botschaft: „Mit einfachen Maßnahmen können Heizungsbauer und Energieberater aus vielen Anlagen mehr Effizienz herausholen. In einem typischen Einfamilienhaus können damit Heizkosten von 150 Euro pro Jahr oder mehr eingespart werden.“ Zu Brennwertgeräten und zu allen anderen Fragen rund ums Energiesparen im Alltag informiert die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale unter Telefon 018 – 809 802 400 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer). Verbraucherzentrale Sachsen e.V. Brühl 34-38 04109 Leipzig Tel.: 0341 / 69 62 90 Fax: 0341 / 68 92 826 E-Mail: vzs@vzs.deHomepage der Verbraucherzentrale SachsenDas könnte Sie ebenfalls interessieren:Fast drei Millionen Heizungen sind EnergieverschwenderStaatliche Förderung zur Optimierung der HeizanlageInnovative Heizsysteme nutzen Sonnenenergie doppelt
 

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