Wintercheck für wasserführende Leitungen

Leitungswasserschäden treten etwa sechs Mal häufiger auf, als Feuerschäden. Dabei steigt nicht nur die Zahl stetig, auch die durchschnittlichen Kosten pro Schaden nehmen seit Jahren zu. Scheinbar machtlos stehen viele Hauseigentümer dieser Entwicklung gegenüber.“Leitungswasserinstallationen besitzen eine Lebensdauer von 30 bis 50 Jahren. Wartet man diese Zeit tatenlos ab, kommt der Leitungswasserschaden mit Sicherheit – leider manchmal auch schon früher“, sagt Dr. Rolf Voigtländer, Geschäftsführer des Kieler Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS). Im Winter steht Frost ganz oben auf der Verursacherliste.

Über zwei Milliarden Euro zahlen die deutschen Versicherer inzwischen jährlich für die Beseitigung von Leitungswasserschäden. Dazu dürften nach Schätzung von Experten noch mindestens 500 Millionen Euro kommen, die die Eigentümer aus eigener Tasche bezahlen müssen, zum Beispiel weil sie ihr Haus nicht entsprechend versichert oder den Schaden mit zu verantworten haben. Die Anzahl der bei Versicherungen gemeldeten Schadensfälle wuchs von ca. 1,3 Millionen im Jahr 2005 auf gut 1,5 Millionen im Jahr 2009. In diesem Zeitraum stiegen die durchschnittlichen Kosten pro Schaden um mehr als 20 Prozent auf über 1.600 Euro. Tendenz weiterhin steigend. Die Frostperiode birgt besondere Gefahren. Vor allem leerstehende Ferienhäuser, unbeheizte Dachböden und schlecht isolierte Abseiten sind gefährdet. Voigtländer: „Frostschäden können aber im Vorfeld oft mit geringem Aufwand verhindert werden.“ Um einen schnellen Überblick zu geben, hat das IFS eine Wintercheckliste für wasserführende Leitungen zusammengestellt.

Die Checkliste steht zum Download bereit.

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