Aktuell Bau GmbH

Die Auswertungen von zahlreichen Bauverträgen durch die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein offenbaren viele Gefahren und Nachteile für private Bauherren. Der Gesetzgeber setzt die Forderung nach einem besseren Verbraucherschutz zwar durch ein Produktinformationsblatt für Bauverträge um – allerdings nicht weitreichend genug.

Gerade Bauherren mit relativ geringem finanziellem Polster sind darauf angewiesen, dass ihr Bauvertrag alle Bauleistungen und Kosten abschließend regelt und so als Grundlage für die Finanzierung dienen kann. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat sich bei den Prüfungen von Bauverträgen gezeigt, dass der überwiegende Anteil der Bauverträge die Verbraucher jedoch unangemessen benachteiligt. Deshalb fordert die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein bereits seit 2014 (siehe: regionale Presse und Jahresbericht 2014) ein Produktinformationsblatt für Bauverträge, mit dem Verbraucher die wesentlichen Eigenschaften des Bauvorhabens schneller erfassen, und somit leichter verschiedene Angebote miteinander vergleichen können.
Reform des Bauvertragsrechts beschlossen
Nun hat die Bundesregierung den vom Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Bauvertragsrechts und zur Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung beschlossen. „Dies ist eine Bestätigung dafür, dass die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein die Situation privater Bauherren in den letzten Jahren richtig eingeschätzt hat und mit ihren Forderungen am Puls der Zeit ist“, so Michael Herte, Referent für Finanzdienstleistungen.

Verträge genau prüfen

Trotz der umfangreichen Regelungen des Gesetzes zur Reform des Bauvertragsrechts sollten nach Ansicht der Verbraucherzentrale noch weitere Angaben im Bauvertrag verpflichtend sein. Im Rahmen der Informationspflichten bei Verbraucherbauverträgen sollten nicht nur die technischen Eigenschaften des angebotenen Werks dargestellt werden, zusätzlich sollte auch noch näher auf die tatsächliche Leistungserbringung eingegangen werden. Folgende Punkte sollten in den Katalog der Pflichtinformationen aufgenommen werden:

  • Bestand einer Sicherheit für die Fertigstellung im Falle der Insolvenz
    des Unternehmers
  • eine Auflistung der beauftragten Nach- und Subunternehmer

Wer vom Erfahrungsschatz der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein
profitieren möchte, kann seinen Bauvertrag unabhängig prüfen lassen. Nähere
Informationen bieten unsere Beratungsstellen.

Mehr Informationen finden Sie hier:
Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V.
Andreas-Gayk-Straße 15
24103 Kiel

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