Gute Nachrichten für Hausbesitzer – sie können Kosten von Unwetterschäden von der Steuer absetzen. Das dürfte vor allem jene freuen, deren Versicherung die Zahlung von Reparaturarbeiten verweigert, die nach einem Gewitter, einem Sturm oder einer Überflutung notwendig werden. Für sie gebe es unter Umständen die Möglichkeit, die Ausgaben rund um die Schadenbeseitigung von der Steuer abzusetzen, erklären die Experten des Lohnsteuerhilfevereins Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH).

Wer sein Wohneigentum selbst nutzt, kann die Kosten für die Schadenbeseitigung als sogenannte außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Dazu gehörten Kosten für Bauarbeiten, Reparaturen oder Instandsetzungsmaßnahmen, die existenziell wichtige Bereiche am Haus oder an der Wohnung betreffen. Darunter fallen auch elementare Schäden wie zerbrochene Fensterscheiben, kaputte Haustüren oder unterspülte Grundmauern. Pech: Personenkraftwagen, Gartenterrassen, Garagen oder Ähnliches werden nicht als existenziell notwendig angesehen. Ferner können auch die Kosten für die Anschaffung von Möbeln, Hausrat oder Kleidung, die durch die unwetterbedingten Schäden nutzlos geworden sind, geltend gemacht werden. „Der Betrag, der in den Notfällen jeweils angesetzt werden kann, orientiert sich immer am sogenannten Zeitwert der unbrauchbar gewordenen Gegenstände“, erklärt der VLH. Der Neuwert jener Sachen, die die Betroffenen nach dem Unglück kaufen, sei nicht maßgeblich.

Experten an die Seite holen

Können die Ausgaben für die Beseitigung unwetterbedingter Schäden nicht als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden, gibt es noch eine andere Variante: Der Geschädigte könne entsprechende professionell ausgeführte Reparaturarbeiten in der selbst genutzten Wohnung, im eigenen Haus oder auf dem zugehörigen Grundstück als haushaltsnahe Handwerkerleistungen geltend machen“, heißt es vom VLH. In jedem Fall ist es ratsam, sich an Experten zu wenden, die bei der Erstellung der Steuerunterlagen behilflich sind. (ots/ gäd.)

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