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dena_waermeschutz_270px_72dpi  Es ist heiß, zumindest für einige Wochen im Jahr. Spätestens dann macht sich schweißtreibend bemerkbar, dass das neu gebaute Haus, die erworbene Wohnung keinen ausreichenden sommerlichen Wärmeschutz bietet. Dieser jedoch ist nicht selbstverständlich eingebaut, sondern sollte vertraglich vereinbart werden. Dem Schutz vor Sommerhitze im eigenen Haus wird oft zu wenig Augenmerk geschenkt.
 

Vor allem beim Neubau eines Reihenhauses oder Kauf einer Dachgeschosswohnung über Bauträger zeigt sich, dass ursprüngliche Planungsvorgaben zum sommerlichen Wärmeschutz nicht eingehalten werden. So fehlen in Baubeschreibungen oft Maßnahmen wie Schiebeläden oder auch außenliegende Jalousien. Eine komplette EnEV Berechnung liegt zum Abschluss des Bauvertrages meist noch nicht vor, da viele Planungsleistungen erst in der Bauphase erbracht werden. Zudem sind viele Häuser von ihrer Konstruktion, der Ausrichtung und Größe der Fenster wenig dazu geeignet, die steile Sommersonne abzuhalten, die die Räume aufheizt. Andererseits soll jedoch die gewünschte flache Wintersonne ins Innere dringen können.Raumweise sollen durch Berechnungen zum sommerlichen Wärmeschutz Maßnahmen zum Schutz vor zu starker Überhitzung festgelegt werden. Das gilt vor allem für die nach Süden ausgerichteten Räume, betrifft aber auch Zimmer mit nach Westen oder Osten zeigenden Fenstern. Diese Berechnungen sind eine Forderung aus der Energieeinsparverordnung EnEV 2009.Sommerlichen Wärmeschutz vertraglich vereinbaren Lösungen zum Sonnenschutz dürfen nicht als selbstverständlich vorausgesetzt, sondern müssen vertraglich vereinbart werden. Denn falls vertragliche Vereinbarungen zur Übergabe von Planungsunterlagen fehlen, ist es eher dem Zufall oder auch der Kulanz des Vertragspartners überlassen, ob der Erwerber Kenntnis von notwendigen Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz erhält. Der Bauherr oder Erwerber einer noch zu bauenden Immobilie sollte deshalb den Vertrag unter Hinzuziehen eines Experten sorgfältig prüfen. Ergänzend zum Standardtext des Bauträgers sollte vereinbart werden, dass zur qualitativen Beschaffenheit der Immobilie Vorgaben zum sommerlichen Wärmeschutz aus der EnEV 2009 sowie aus der sich auf den aktuellen Stand der Technik beziehenden DIN 4108-2 eingehalten werden.Anspruchsgrundlage sichernErst nachdem sommerlicher Wärmeschutz vertraglich eindeutig vereinbart wurde, besteht eine sichere Anspruchsgrundlage für den Erwerber. Er kann dann auch nachträglich vom Bauträger fordern, bislang nicht geplanten, jedoch notwendigen Aufwand für sommerlichen Wärmeschutz ohne Mehrkosten zu betreiben.Schon bei der Konzeption des Hauses sind natürliche Gegebenheiten zu berücksichtigen. Je größer nach Süden ausgerichtete Fenster im Verhältnis zur Grundfläche sind, desto stärker heizt sich das Zimmer ohne Sonnenschutz auf. Um dann auf eine stromfressende Klimaanlage verzichten zu können, sollten Dachüberstände oder verschattende Balkone geplant werden. Mit geschickter Planung nach Himmelsausrichtung kann viel zusätzlicher Aufwand eingespart werden. Bei Bauträgerangeboten sollte man genau auswählen und sich vor dem Kauf des Hauses auch über sommerlichen Wärmeschutz Gedanken machen, diesen mit dem Bauträger durchsprechen und vertraglich fixieren. Der BSB in der Region UlmDipl.-Ing. Christian Konstantinides Östliche Promenade 1789264 WeißenhornTel.: 07309 / 42 65 10Fax: 07309 / 42 65 12E-Mail: office@bsb-ev.de Homepage des BSB Das könnte Sie ebenfalls interessieren:Erhöhter Schall- und Wärmeschutz für Wohnanlage in Neu-UlmWas man beim Altbau beachten sollteWie viel Wärmeschutz braucht ein modernes Haus?
 

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