Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) hat indirekt Zweifel daran angemeldet, ob wärmegedämmte Häuser einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Eine Studie des Verbandes kommt zu dem Schluss, dass ein Haus mit einer Solarheizung deutlich mehr klimaschädliches Kohlendioxid einspart als ein so genanntes Passivhaus mit Gastherme und Trinkwasser-Solaranlage. Und weil der BSW gleich die passenden Zahlen liefert, ist der Ruf nach der Politik nicht weit weg: Der BSW fordert, dass künftig auch Heizkonzepte mit hoher solarthermischer Deckung gefördert werden.

Die Studie des Sonnenhaus-Institutes e. V. und des Ingenieurbüros Econsult nennt ein konkretes Beispiel: Ein Effizienzhaus 70 mit einer kombinierten Pellet- und Solarheizung, bei dem die Solarwärme-Anlage mindestens 60 Prozent des Raumwärme- und Warmwasserbedarfs abdeckt, stößt nur zwei Kilogramm pro Quadratmeter Nutzfläche aus im Jahr aus – ein Passivhaus vergleichbarer Größe mit Gastherme und Trinkwasser-Solaranlage dreimal so viel, also sechs Kilogramm.

Die Ergebnisse der Studie sollten in der Gesetzgebung berücksichtigt werden, meintder BSW. Das könnte unter anderem in der EU-Gebäuderichtlinie geschehen. „Solarthermische Heizkonzepte mit hohen solaren Deckungsgraden können deutlich mehr Klimagase einsparen als staatlich geförderte Effizienzhäuser. Die Studie soll Grundlage einer objektiven Diskussion sein, so der BSW.

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