Die neue digitale Welt, auch Smart Home genannt, ist vor allem aus Neubauten nicht mehr wegzudenken. Wer sein eigenes Heim vernetzt, um etwa Heizungen zu steuern oder sein Haus per Alarm vor Einbrechern zu schützen, sollte dies allerdings mit Vorsicht machen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) warnt vor Risiken bei Smart Home, spricht sogar von der Gefahr von Cyberangriffen.

Bereits sieben Prozent aller Deutschen nutzen die Vorteile von Smart Home. Ein vernetztes Haus hat durchaus Vorteile, denn über Applikationen lassen sich verschiedene Funktionen der Haustechnik steuern oder das eigene Haus überwachen. Vielen Verbrauchern sei aber nicht bewusst, welche Risiken mit der Vernetzung des Hauses verbunden sind und dass es keine klaren Anforderungen in Punkto Sicherheit für diese Systeme gibt, erklärt der GDV. „Viele wiegen sich in einer gefährlichen Scheinsicherheit“, sagt Bernhard Gause vom Verband. Obwohl viele bereits mit dem Begriff Smart Home vertraut sind, wüssten nur die wenigsten, was sich konkret dahinter verbirgt. Das hat eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung ergeben.

Sicherheitslücken bei Smart Home

Größtes Risiko: Es gibt keine verbindlichen Standards für Smart Home. Das kann dazu führen, dass Kriminelle Sicherheitslücken ausnutzen. Heikel wird das, wenn etwa Hausbesitzer ohne ihr Wissen ausspioniert werden, weil sich Fremde in das Smart Home-System einloggen. Sind die Bewohner eines Hauses unterwegs, ergreifen Einbrecher die Gunst der Stunde. Der GDV fordert daher klare Regeln und Anforderungen an die Netztechnik im Haus, „um die Cyberrisiken für die Anwender möglichst gering zu halten“, wie es Bernhard Gause formuliert.

In einem Positionspapier formuliert der GDV die Standards, auf die es ankommt: Updates, Support, Datenschutz und neutrale Zertifizierung. Sicherheitsupdates müssten automatisch auf die Geräte geladen werden. „Hersteller sollten die Sicherheit ihrer Produkte auch nach dem Verkauf mit Support und sicherheitsrelevanten Updates gewährleisten“, heißt es dazu vom GDV. (gäd.)

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