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80 Prozent der Fertighäuser werden bezugsfertig übergeben

bdf_weiss_efh_270px_72dpi  Ohne Stress und Staub einfach nur den Schlüssel zum bezugsfertigen Haus entgegennehmen: Dieser Idealfall für Bauherren ist im Fertigbau der Normalfall. Das zeigt eine Erhebung des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF). Demnach werden rund 80 Prozent aller Fertighäuser „schlüsselfertig“ übergeben. Die Hersteller erledigen dann aus einer Hand Rohbau und Innenausbau des Eigenheims. Die Bauherren können nach der Hausabnahme einziehen, ohne dass weitere Arbeiten notwendig wären.

Schlüsselfertiges Bauen hat viele Vorteile. Ein Unternehmen koordiniert alle Leistungen, von der Hausplanung über die Herstellung des Rohbaus bis zum Innenausbau. Ein Bauleiter steht als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung. Er leitet mit dem Polier das Fachpersonal an. Weil alle Beteiligten aus einem Unternehmen kommen, entstehen keine Reibungsverluste. Das begünstigt einen problemlosen Bauverlauf.

Schneller Einzug serienmäßig

Von Planungsbeginn bis Einzug vergehen meist nur wenige Monate. Nach Vertragsabschluss und grundstücksbezogener Hausplanung folgt die so genannte Bemusterung. Die Bauherren wählen in einem Einrichtungszentrum von Bodenbelägen und Dachziegeln bis zu Steckdosen und Lichtschaltern alle Komponenten für den Ausbau ihres Eigenheims aus. Anschließend werden die Bauteile für Wände, Decken und Dach im Werk vorproduziert und in maximal zwei Tagen auf dem Bauplatz zu einem wetterfesten Rohbau montiert. Nach dem Innenausbau ist das Haus bezugsreif.

Handwerklich begabte Bauherren können ihr Fertighaus alternativ als kostengünstigeres „Ausbauhaus“ erwerben. Sie geben dann nur einen Rohbau in Auftrag. Der Haushersteller produziert die Wand- und Deckenelemente und stellt sie auf der Baustelle auf. Der weitere Ausbau erfolgt in Eigenleistung. Wer selbst Fliesen legt oder Malerarbeiten übernimmt, kann Geld sparen. Allerdings sollte sichergestellt sein, dass die Arbeiten fachgerecht ausgeführt werden. Ausbauhäuser unterliegen den gleichen Prüfbestimmungen der brancheneigenen Qualitätssicherung, die für schlüsselfertige Fertighäuser angewendet werden.

Individuell vereinbarter Leistungsumfang

Der Begriff „schlüsselfertig“ ist rechtlich nicht eindeutig definiert. Allgemein versteht man darunter, dass das Haus bewohnbar ist – und deshalb als im Wortsinne „Schlüssel-fertig“ bezeichnet wird. Die Haustechnik ist installiert, die Bodenbeläge liegen und das Badezimmer ist funktionsfähig. Doch egal, ob „schlüsselfertig“ oder Ausbauhaus: Der Leistungsumfang wird individuell im Bauvertrag zwischen Haushersteller und Bauherr vereinbart.

Eine Bau- und Leistungsbeschreibung listet Materialien und Leistungen detailliert auf. Zwischen der Ausbaustufe „schlüsselfertig“ und einem reinen Rohbau können auch weitere Stufen verabredet werden. Dazu werden Leistungen aus dem Katalog, der dem Bauvertrag zugrunde gelegt wird, gestrichen.

Der BDF betreibt bundesweit 15 große Musterhausausstellungen.

Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF)
Flutgraben 2
53604 Bad Honnef

Tel: 02224 / 93 77-0
Fax: 02224 / 93 77-77

E-Mail: info@bdf-ev.de

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