Die kleinen Helfer – auch Brandmelder oder Feuermelder genannt – gehören in jedes Haus, denn ein Brand kann in jedem Haushalt mal entstehen. Hauptursachen sind beileibe nicht zündelnde Kinder oder ein brennender Adventskranz, sondern gebräuchliche Mehrfachsteckdosen, Verlängerungskabel, schadhafte Elektrogeräte, trockengelaufene Waschmaschinenpumpen und überhitzte Fritteusen.
Dabei ist der Schutz ganz einfach: ein handelsüblicher Rauchmelder. Die Geräte arbeiten zuverlässig und melden selbst mit einem Warnton, wenn ihre Batterie zur Neige geht. Es gibt sogar Geräte, die über das Smartphone alarmieren.


Wer sich mit dem Batteriewechsel nicht abgeben will, kann 10-Jahresgeräte erwerben. Doch auch wenn die integrierte Lithium Batterie unter Umständen die Lebensdauer von 10 Jahren überschreitet, sollten Rauchmelder mit fest verbauter Langzeitbatterie trotzdem nach 10 Jahren ausgetauscht werden, weil die Sensorik über die Jahre verschmutzt und ab einem gewissen Zeitpunkt der piepsende Lebensretter nicht mehr zuverlässig funktioniert. Das gilt im übrigen auch für Rauchmelder, die mit „herkömmlichen“ Batterien betrieben werden.
Bundesweit ist der Einbau von Brandmeldern in bewohnten Räumen inzwischen vorgeschrieben. Als letztes Bundesland hatte Berlin am 9. Juni dieses Jahres die Rauchmelderpflicht für Neu- und Umbauten ab 2017 und für Bestandsbauten mit einer Übergangsfrist bis zum Jahr 2020 eingeführt.

Nachts macht der Geruchssinn Pause

Selbst kleine Brände können zur tödlichen Gefahr werden, denn der entstehende Brandrauch ist giftig. Wie der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. berichtet, sind nächtliche Brände besonders gefährlich: Obwohl nachts nur jeder dritte Brand ausbricht, sterben jährlich zwei Drittel aller Brandopfer in der Nacht. Ursächlich hierfür ist der eingeschränkte Geruchssinn des schlafenden Menschen. Besonders Senioren sind gefährdet, weil der Geruchssinn mit zunehmendem Alter ohnehin nicht mehr so gut funktioniert und sie Brandrauch erst bei stärkerer Konzentration wahrnehmen.
Die Rauchmelder detektieren aufsteigenden Rauch. Sie sollten deshalb an der Decke angebracht sein.

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Bild: © Gerhard Seybert / Fotolia

Rauchmelder vernetzen

Beim Neubau kann man schon von vornherein kabelvernetzte 230-Volt-Rauchmelder installieren. Aber auch wer im Altbau, in einer größeren Wohnung oder in einem Haus lebt, sollte vernetzbare Rauchmelder anschaffen. Das empfiehlt der TÜV Rheinland. Denn dann könnten Bewohner sie nicht so leicht überhören, wenn sie sich beispielsweise im Obergeschoss befinden, aber es im Keller brennt. Der Grund: Reagiert ein Sensor auf Rauch oder Feuer, schlagen alle Geräte im Haus Alarm. Das erhöht die Sicherheit.

Gefahr durch Kohlenmonoxid

Obwohl durch Kohlenmonoxid weniger Menschen sterben als durch Rauchgas, sollte man sich unbedingt vor der Vergiftung durch das gefährliche CO-Gas schützen. CO-Melder machen aufmerksam, wenn Kohlenmonoxid sich ausbreitet. Bei offenen Feuerstätten, Kohleöfen oder Kaminen kann bei ungleichmäßiger Verbrennung CO-Gas als Abgas entstehen. Dieses Gas ist (im Gegensatz zu Erdgas) etwa gleich schwer wie Luft und verteilt sich deshalb in der Raumluft. Es ist besonders gefährlich, weil es geruchlos ist. Kopfschmerzen und Schwindel sind Warnzeichen! Nach kurzer Zeit werden Opfer bewusstlos, atmen Kohlenmonoxid ein und ersticken innerlich – ein schleichender Tod. Für die CO-Melder wird von den Herstellern ein trockener für Kinder und Haustiere nicht zugänglicher Platz zur Montage empfohlen, in der Regel wird man das kleine Gerät in etwa 1,50 m Höhe an der Wand anbringen.

Preiswerte Geräte überzeugen im Test

Vor der Anschaffung sollte man sich über die Qualität und Funktionssicherheit der verschiedenen Modelle informieren. Im Testbericht der Stiftung Warentest wurde festgestellt, dass auch preiswerte Geräte zuverlässig funktionieren. Vom Anschaffungspreis braucht sich heute niemand mehr abschrecken zu lassen: selbst 10-Jahres-Rauchmelder sind für weniger als 50 Euro zu haben.

Haus des Jahres 2017

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