Aktuell Bau GmbH

Bauherren-Schutzbund gibt neuen Ratgeber heraus

bsb_ratgeber_270px_72dpi  Ohne Notar funktioniert kein Grundstückskauf. Er muss den Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer beurkunden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings ist es für Verbraucher gut zu wissen, welche Bestandteile der Kaufvertrag enthalten muss und was beim Grundstückskauf zu beachten ist. Der neue Ratgeber des Bauherren-Schutzbunds (BSB) bietet dazu Prüfsteine.
 

Der Kaufvertrag dokumentiert den Willen beider vertragsschließenden Seiten und die getroffenen Vereinbarungen. Der Entwurf des notariellen Kaufvertrages muss mindestens zwei Wochen vor dem Beurkundungstermin ausgehändigt werden. Aufgeräumt wird mit dem verbreiteten Irrtum, dass der Notar – obwohl in der Regel von ihm bezahlt – Interessenvertreter des Käufers ist. Damit der Vertrag nicht einseitig zugunsten des Verkäufers ausfällt, sollten Käufer ihn ohne Zeitdruck genau prüfen. Denn ein Widerrufsrecht gibt es – anders als bei Darlehensverträgen – nach vollzogener Beurkundung nicht.Berechtigung, Grundbucheintrag und Beschaffenheit kontrollierenZu prüfen sind scheinbare Selbstverständlichkeiten wie Personalien von Käufer und Verkäufer und die Frage, ob der Verkäufer auch Grundstückseigentümer ist. Dazu muss der aktuelle Grundbuchauszug vorliegen, dessen wichtigste Eckdaten wie Grundstücksgröße sowie Flur- und Flurstücksnummer in den Vertrag gehören. Auch der baurechtliche Zustand sollte unter die Lupe genommen werden, gegebenenfalls ist eine Bauvoranfrage an das zuständige Bauordnungsamt zu richten. Zu vereinbaren ist ein finanzieller Ausgleich, wenn das Grundstück von der vereinbarten Größe abweicht.Was ein Notar leisten muss, um den lastenfreien Erwerb zu sichern, wird erklärt. Denn dem Käufer ist zu gewährleisten, dass das zu erwerbende Baugrundstück frei von öffentlichen Lasten wie Grundsteuer oder Entgelte von Versorgern übergeben wird. Nur was nach Verkauf an Kosten aufläuft, ist vom Käufer zu bezahlen. Wichtig sind auch Angaben zu Wege- und Leitungsrechten von Nachbarn, zu etwaigen Grundschulden oder Hypotheken und den dazu gehörenden Gläubigern. Schritt für Schritt zum EigentumDie letzten Prüfsteine befassen sich mit den Rechten der Eigentumsübertragung, der Grundstücksübergabe und der Haftung des Verkäufers. Der in der Regel längere Prozess des Eigentumsübergangs wird Schritt für Schritt aufgezeigt – vom Einholen der erforderlichen Genehmigungen durch den Notar über die Kaufpreiszahlung bis zur Eigentumsumschreibung im Grundbuch. Im Vertrag sollte zur Besitzübergabe ein konkreter Termin stehen, der in der Regel mit der Fälligkeit des Kaufpreises verbunden wird.Bei Abschluss sollten Verbraucher auch die Haftung des Verkäufers sichern. Er sollte die Gewähr dafür übernehmen, dass das Grundstück frei von Mängeln und Baulasten ist, die Wert und Nutzung mindern könnten. Der Ratgeber weist darauf hin, dass in der Regel in notariellen Verträgen gesetzliche Rechte des Käufers bei Grundstücksmängeln wie Rücktritt oder Kaufpreisminderung zugunsten des Verkäufers ausgeschlossen werden, was in einem bestimmten Maße auch zulässig ist. Deshalb muss zuvor alles sorgfältig geprüft werden. Nur bei arglistigem Verschweigen von Mängeln sind nachträgliche Beanstandungen möglich. Der Ratgeber empfiehlt, ein befristetes Rücktrittsrecht zu vereinbaren, sofern sich ein Verdacht bestätigt.Der Ratgeber steht zum kostenfreien Download bereit Der BSB in der Region StuttgartDipl.-Ing. Reinhold Etges Heilbronner Straße 5073728 EsslingenTel.: 0711 / 95 610 46Fax: 0711 / 95 610 28E-Mail: office@bsb-ev.de Homepage des BSBDas könnte Sie ebenfalls interessieren:Bau- und Leistungsbeschreibung wasserdicht vereinbarenSchadstoff-Check beim Immobilienerwerb aus zweiter HandKaufen Sie nicht die Katze im Sack
 

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here