Die Preise für Immobilien steigen weiter. Zu diesem Ergebnis kommt die Frühjahrsumfrage der Landesbausparkassen (LBS) und Sparkassen. Demnach ist bis zum Jahresende mit einem Anstieg von bis zu fünf Prozent zu rechnen. Bundesbürger müssten sich vor allem in Ballungsräumen auf Preissteigerungen einrichten, die deutlich über der Teuerungsraten liegen, erklärte LBS-Verbandsdirektor Axel Guthmann anlässlich der Vorstellung „Markt für Wohnimmobilien 2017“.

Ein Grund für die Preissteigerungen ist die weiterhin anhaltende Nachfrage nach Wohnraum. Geprägt werde der Wohnimmobilienmarkt weiterhin durch außergewöhnlich attraktive Finanzierungsbedingungen, eine gute Einkommens- und Beschäftigungsentwicklung sowie dem weiter steigenden Wohnraumbedarf – auch aufgrund der Zuwanderung.

Nach wie vor an der Spitze der teuersten deutschen Städte in Sachen Gebrauchtimmobilien ist München, gefolgt von Stuttgart, Heidelberg, Wiesbaden, Freiburg im Breisgau und Frankfurt am Main. Dort ist Wohneigentum zehnmal teurer als in Ostdeutschland. In der bayerischen Landeshauptstadt kostet ein gebrauchtes Einfamilienhaus im Schnitt 1,2 Millionen Euro. Günstiger wird es in Städten wie Leipzig, Hannover, Berlin oder Dresden. So kostet ein vergleichbares Objekt in der Bundeshauptstadt zwischen 280.000 und 370.000 Euro, während in Bremerhaven das Wohneigentum bereits für 140.000 Euro zu haben ist. Am billigsten sind gebrauchte Einfamilienhäuser in Eisleben und Grimme (60.000 Euro), teilt die LBS mit.

Nicht billig ist auch der Kauf eines Reihenhauses. Auch hier liegt München an der Spitze (890.000), im Osten oder Norden Deutschlands sind Reihenhäuser bereits zwischen 180.000 und 220.000 Euro zu haben. Grundlage der LBS-Studie waren die Daten aus 402 Land- und Stadtkreisen.

Angezogen haben zudem die Preise für Bauland, das zudem immer knapper wird. In Süddeutschland gibt es Baugrundstücke kaum noch unter 480 Euro pro Quadratmeter, während im Norden (150 Euro) oder Osten (90 Euro) die Konditionen noch recht erschwinglich sind.

Günstig wohnen rund um Berlin

Die BHW Bausparkasse hat unterdessen die Ergebnisse des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) vorgelegt, das untersucht hat, in welchen Regionen Wohneigentum und Immobilien noch besonders günstig ist. Immerhin konnten 45 Gegenden identifiziert werden. „Nach unserer aktuellen Studie findet man in den Landkreisen rings um Hamburg – mit Ausnahme von Pinneberg – vielversprechende und noch bezahlbare Immobilien“, sagt Georg Hoogendijk, der Geschäftsführer der Postbank Immobilien GmbH. Dazu zählten Harburg, Stade, Segeberg, Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Lüneburg. Nahe der Hauptstadt Berlin gebe es in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Oberhavel vergleichsweise günstige Immobilien mit Potenzial. Attraktive Bedingungen fänden sich auch nahe Frankfurt am Main im Main-Taunus-Kreis und etwas weiter Richtung Darmstadt oder Mainz in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Mainz-Bingen. Im Dreiländereck Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen sehen die Experten gute Investitionschancen in gleich mehreren Kreisen, darunter die Kreise Alzey-Worms, Bergstraße, Rhein-Neckar-Kreis, Karlsruhe, Rastatt, Germersheim, Südliche Weinstraße und Rhein-Pfalz-Kreis. Kreisfreie Städte mit besonders großem Potenzial sind Bonn, Landau in der Pfalz, Mainz, Speyer und Heilbronn. (ots/ gäd)

Haus des Jahres 2017

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here