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Vorbei sind die Zeiten, in denen Heizenergie durch undichte Fenster nach draußen verpuffte. Fenster haben sich in den letzten Jahren von echten Wärme-Lecks zu vielseitig einsetzbaren Multitalenten entwickelt, die – richtig eingesetzt – sogar Energie gewinnen.Mehr als 60 Prozent der Fenster in Deutschland sind vor allem immer eines: Energiefresser. Die noch millionenfach anzutreffenden Einfachglas-Fenster, Verbund-Fenster, Kasten- und Isolierglas-Fenster stammen überwiegend aus der Zeit vor 1995, sind teilweise sogar älter als 40 Jahre.

Der Uw-Wert – die Kennzahl für den Wärmeverlust der Fenster gemessen in Watt pro Quadratmeter Kelvin (W/m2K) – lag bei den bis in die 70er Jahre üblichen Einfachverglasungen noch bei rund 4,7 und bei vor 1995 verwendeten Fenstern mit unbeschichteten Isoliergläsern bei etwa 3. Heute hat sich der Uw-Wert bei modernen Wärmedämmfenstern auf 1,1 und bei hoch dämmenden Fenstern sogar auf 0,8 W/m2K verbessert.

Edelgas und Low-E-Schichten

Während der Zwischenraum alter Isolierverglasungen früher mit normaler Raumluft gefüllt war, steckt in modernem Glas das Edelgas Argon. Es dämmt viel besser als Luft. Ein weiterer Vorteil ist die so genannte Low-E-Schicht. Die dünne Edelmetallschicht wird bei der Herstellung auf einer Scheibenseite dünn aufgebracht und befindet sich witterungsgeschützt im Scheibenzwischenraum. Wie ein Spiegel wirft sie die Wärme zurück in den Raum, während das Licht ungehindert hindurch gelangt.

Noch effizienter sind 3-fach-Verglasungen. Sie verlieren im Vergleich zu Einfachglas nur rund ein Zehntel der Wärme und eignen sich sehr für die energetische Modernisierung. Gebäude gewinnen durch die transparenten Fenster- und Fassadenbauteile sehr viel Energie. Speziell in der Heizperiode können damit Kosten gespart werden.

Material-Kombinationen machen Fenster effektiv

Glas allein macht allerdings noch kein modernes Fenster: Auch der Rahmen trägt einen wesentlichen Anteil zum Energiesparpotenzial bei. Da die Glasstärke von 3 Millimeter bei Einfachglas auf rund 40 Millimeter bei Wärmedämmglas anstieg, musste auch der Rahmen mitwachsen. Um diesen optisch möglichst schlank zu halten und möglichst viel Licht herein zu lassen, wird er möglichst schmal in der Ansicht und teilweise abgeschrägt konstruiert.

Man kann bei Fenstern heute jedes Dämm-Niveau erzielen, bis hin zum Niedrigstenergiefenster, das optimale Werte erreicht. Zusätzlich lassen sich Einbruchhemmung, Schalldämmung und Komfort deutlich verbessern.

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