hn_03_04_muskelhypothek_bhw  Die Frage, wie viel Eigenkapital Bauherren mitbringen, spielt bei der Baufinanzierung stets eine Rolle. Wer nicht über hohe Rücklagen verfügt, kann auch seine eigene Muskelkraft als Kapital mit ins Hausprojekt einbringen. Experten sprechen von der sogenannten Muskelhypothek. Allein durch die Übernahme von Maler- und Tapezierarbeiten lassen sich bis zu 7.800 Euro einsparen, hat die BHW Bausparkasse errechnet.
„Banken und Bausparkassen erkennen realistisch kalkulierte, selbst ausgeführte Handwerksleistungen als Eigenkapital an“, sagt Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse. Diese Eigenleistungen sollten zuvor konkret aufgelistet und im Kreditantrag aufgeführt werden. Wichtig ist hierbei, die Summe der Material- und Lohnkosten entsprechend aufzuschlüsseln. Allerdings sollte man stets seine eigene Leistung nicht überschätzen. Weniger geübte Handwerker können problemlos Malerarbeiten übernehmen, Fliesen verlegen oder das Dach ausbauen. Arbeiten wie etwa die Elektro- und Heizungsinstallation gehörten jedoch in die Hand von Fachunternehmen.
Richtig Geld sparen können Bauherren in der Regel in der Ausbaustufe ihres neuen Eigenheims. Wer ohne Profikenntnisse in einem 140 Quadratmeter großen Reihenhaus malert und tapeziert, kann die Gesamtsumme um bis zu 7.800 Euro kürzen. Der Ausbau und das Dämmen des Dachs sparen bis zu 5.300 Euro, das Verlegen von Fliesen in Eigenregie macht einen Wert von bis zu 4.200 Euro aus. „Mit guter Planung und Vorbereitung kann die Eigenleistung ein ganz wichtiger Finanzierungsbaustein sein“, sagt Bernd Neuborn. Aber: In der Regel werden die Eigenleistungen mit gut 850 Arbeitsstunden veranschlag. Das reduziert die Freizeit an Wochenenden oder im Urlaub erheblich.

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