bsb-himsel_waermepumpe_270px_72dpi  Gemeinsame Pressemitteilung der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. und des Bauherren-Schutzbund e.V.

Elektroinstallationen fürs eigene Haus energieeffizient und zukunftssicher

Elektroinstallationen machen etwa drei Prozent der Gesamtinvestitionen eines neu gebauten Hauses aus. Für höhere Investitionen in eine sichere häusliche Infrastruktur gibt es gute Gründe. Denn entsprechend dem rasant wachsenden Ausstattungsgrad von elektrischen Haushaltsgeräten und Kommunikationstechnik müssen Elektroinstallationen quantitativ und qualitativ zukunftssicher ausgelegt werden. Mit der neuen RAL-RG 678, der Güterichtlinie für elektrische Anlagen in Wohngebäuden, legt die HEA Fachgemeinschaft jetzt einen weiter- gehenden Standard vor, der sich an Verbrauchererwartungen und Energiesparanforderungen orientiert.

Elektroinstallation an technische Entwicklung angepasst

„Mit der neuen Richtlinie“, erläutert Geschäftsführer Dr. Jan Witt von der HEA-Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V., „passen wir die Elektroinstallation an die technische Entwicklung und Ausstattung in Wohngebäuden an und geben Planern, Handwerkern und der Wohnungswirtschaft Planungssicherheit. Die RAL ist damit ein großer Schritt in Richtung Verbraucherschutz und unterstützt direkt die europäischen Klimaschutzziele. Denn ohne intelligent vernetzte Gebäudesystemtechnik wird bis 2050 ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand nicht erreichbar sein.“

Sicherheit für Verbraucher durch verbindliche Standards

Die erweiterte und seit März für die Praxis vorliegende Richtlinie wird von der gemeinnützigen Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. ausdrücklich begrüßt. „Sie gibt auch den Verbrauchern am Bau mehr Sicherheit“, erklärt Bauherrenberater und BSB-Vorstandsmitglied Jürgen Friedrichs. „Mit der Richtlinie lässt sich jetzt verbindlicher definieren, welche Standards und Komfortausstattungen zu erreichen sind und was sie umfassen müssen.“
Kaum eine Bau- und Leistungsbeschreibung biete bislang zu einer zukunftssicheren Elektroinstallation ausführliche Angaben – wenn, dann seien allenfalls Mindestanforderungen formuliert. „Erwartet wird, dass Bauherren verhandeln. Die Zahl derer, die – auch mit der Hilfe von uns BSB-Bauherrenberatern – eigene Bedingungen in den Bauvertrag einbringen, nimmt zu. Aber nicht jeder Bauherr weiß, was zu fordern wäre, und nicht jeder tut es“, ist Jürgen Friedrichs Erfahrung. „Nicht selten verlangen dann Firmen bei jeder Steckdose Preisaufschläge.“
Perspektiven für mehr Nutzerkomfort

Schwerpunkt der RAL Neufassung – der umfangreich veränderte DIN-Normen zugrunde liegen – ist die Verknüpfung klassischer Elektroinstallation mit Komponenten der Gebäudesystemtechnik und Kommunikationsausstattung. Das schafft neue Möglichkeiten und Perspektiven für mehr Nutzerkomfort und Energieeffizienz in Wohngebäuden. Bereits mit geringem Mehraufwand lassen sich über moderne Steuerungstechnik Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Sonnenschutz und weitere Funktionen vernetzen.

Über die drei bisherigen, mit einem bis drei Sternen gekennzeichneten Ausstattungswert hinaus definiert die neue RAL-Richtlinie – die die Fassung aus dem Jahre 2004 ablöst – jetzt drei weitere für die Gebäudesystemtechnik. Sie reichen von 1 plus bis 3 plus. Schon bei der 1 plus Ausstattung fordert die RAL Vorbereitungen fürs Schalten und Dimmen, schaltbare Steckdosen zum Energiemanagement, Sonnenschutz, Heizen, Kühlen, Lüften über zu installierende BUS-Technik zu schaffen.

Nachprüfbarkeit und Transparenz für Verbraucher

„Zeitgemäße Standards für Elektroinstallation in Wohngebäuden umfassen nicht mehr nur Lichtschalter, sondern technische Grundlagen für haus- und wohnungsinterne Kommunikationsausstattung samt gut handhabbarer Steuerungs- und Überwachungstechnik“, beschreibt Witt den Veränderungsprozess. „Anzeige- als auch Steuerelemente für den Energieverbrauch sollten bereits in der Planung von Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen Gegenstand der Überlegungen bei Investoren und Eigentümern sein. Dabei kann jetzt noch praxisorientierter geplant werden, weil einzelne Ausstattungen auch raumweise erfolgen können.“

Mit der neuen RAL Richtlinie hat die HEA Fachgemeinschaft, zu der 70 Unternehmen aus der Geräteindustrie und verschiedene Fachverbände zählen und die intensive Prozesse zum Ausbau des Effizienzmarktes anstößt, vertraglich nachprüfbare Transparenz für die Verbraucher geschaffen.

Diese Transparenz klar definierter Ausstattungsstandards entspricht auch dem Anspruch des Bauherren-Schutzbundes nach verlässlicher Verbraucherinformation. „Die neue RAL Richtlinie bietet uns gute Grundlagen, unsere Verbraucherberatung auf diesem Gebiet auszubauen“, versichert Jürgen Friedrichs. „Sie passt für private Bauherren gut in das Gesamtkonzept zukunftssicherer energiesparender Häuser.“

Homepage des BSB
Homepage der HEA

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