„Raum ist in der kleinsten Hütte … für ein glücklich liebend‘ Paar.“
So sagt es jedenfalls das Sprichwort. Doch was ist, wenn das Paar dann Kinder bekommt, die auch ihren Platz beanspruchen in der „Hütte“, die anfangs groß genug war? Oder wenn das Paar älter wird und in späteren Jahren das Treppensteigen beschwerlich findet?
Sicher kann es keinen Grundriss geben, der allen Wechselfällen des Lebens gerecht wird. Aber geschickte Planung und Grundrissgestaltung versucht, maximale Raumausnutzung bei minimaler Platzverschwendung zu erreichen, denn Wohnraum ist bei uns teuer. Ein guter Grundriss verschwendet daher keine Fläche, sondern nutzt sie optimal.

Gibt es den perfekten Grundriss?

Ja, sagt der Münchner MERKUR – zumindest auf die Grundfläche der gesamten Wohneinheit bezogen. Die sollte am besten rechteckig bis quadratisch sein. Und genauer: „Bei kleineren Wohnungen empfiehlt sich ein Seitenverhältnis nicht unter 1:2, das heißt, der Quotient aus kürzerer Seite geteilt durch längere Seite sollte 0,5 nicht unterschreiten. Eine ungünstige schlauchartige Grundfläche von 4 auf 12 Meter hat den Quotient 0,33. Die Gefahr: Je schlauchartiger (oder verwinkelter) eine Grundfläche, desto schwieriger wird die Raumaufteilung, vor allem für Familien, wo viele Bedürfnisse nebeneinander und annähernd gleichberechtigt berücksichtigt werden wollen.
Steht mehr Grundfläche zur Verfügung, ist ein Quadrat optimal für eine Raumorganisation, die viele Wünsche berücksichtigen kann. Der Seitenquotient nähert sich hier dem Idealwert 1. Wie in einem quadratischen Zimmer die Möbel, so können in einem quadratischen Grundriss die Räume freier angeordnet werden.“[amazon_link asins=’3421039585′ template=’ProductAd‘ store=’bauratgeber-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’7e095874-d678-11e6-9f9e-8fcdd6045301′]

Verwinkelte Grundrisse sind ungünstig

Während zu große Räume sich durch Regale als Raumteiler günstiger gestalten lassen, gibt es für zu kleine Räume keine Tricks – sie müssen bei der Planung bereits vermieden werden, ebenso wie gefangene Räume oder Durchgangszimmer ohne Funktion. Spätestens ab vier Personen braucht das Familienheim zwei Bäder mit WC, um den morgendlichen Andrang zu vermeiden. Der Eingangsbereich muss nicht nur repräsentativ aussehen, sondern vor allem auch Platz bieten für Garderobe, Schuhe, Schultaschen und Einkaufstaschen.

Die Wohnfläche pro Quadratmeter hat sich in den vergangenen 40 Jahren annähernd verdoppelt, wie Herr Immanuel Stieß vom Institut für sozial-ökologische Forschung feststellt. 1965 standen pro Person 22 qm Wohnfläche zur Verfügung. 2002 waren es bereits knapp 43 qm. Die Tendenz ist steigend, bis auf größere Städte, denn:
„Wohnraum in den Städten muss heute bezahlbar bleiben und sollte sich verändernden Lebensumständen variabel anpassen können“, sagt  Dipl.-Ing. Barbara Schlesinger von der Bundesarchitektenkammer. „Das funktioniert zum Beispiel, wenn sich Wohnungen einfach zusammenlegen und wieder trennen lassen.“ Alleinlebende Senioren könnten dann Teile ihrer zu groß gewordenen Wohnung abgeben, ohne Abstriche am Wohnkomfort zu befürchten. Junge Familien übernehmen den frei gewordenen Bereich als eigenständige Wohnung. Die bauliche Umsetzung dieser neuen Wohnkonzepte in die Praxis ist die Aufgabe von Architekten.

Gut durchdachte, flexible Grundrisse

Sechzig Grundrisse von renommierten Hausbaufirmen wurden für die Besucher von Bauratgeber-Deutschland zusammengefasst. Die Einfamilienhäuser-Grundrisse sind unterschieden nach Fertighaus, Bungalow und Massivhaus-Grundrisse. Hier finden Sie die Haus Grundrisse in der Übersicht

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