Sie gelten als wartungsarm und effizient, treten aber Mängel bei Wärmepumpen auf, wird der Spaß richtig teuer. Viel schlimmer noch: „Fast ein Drittel aller Mängel bei Wärmepumpenanlagen sind irreparabel“, erklärt der Bauherren-Schutzbund e.V. Im Rahmen einer Studie untersuchte die private Verbraucherschutzorganisation Mängel bei Wärmepumpenanlagen – mit einem erschreckenden Ergebnis!

Es könnte so schön sein: Mit Hilfe einer Wärmepumpe gewinnen Hausbesitzer die in der Umwelt gespeicherte Energie und wandeln sie in Wärme und Warmwasser um. Der Vorteil: Diese Energie steht quasi unbegrenzt zur Verfügung. Außerdem sind Wärmepumpenanlagen im Gegensatz zu konventionellen Heizsystemen weitestgehend wartungsfrei. Was viele Hersteller aber gerne verschweigen – treten Mängel bei Wärmepumpenanlagen auf, geht das richtig böse ins Geld. „Im Durchschnitt liegen die Mängelbeseitigungskosten bei knapp 13.500 Euro“, erklärt der Bauherren-Schutzbund e.V. und bezieht sich auf seine gerade eben veröffentlichte Studie, eine Sachverständigenumfrage des Instituts für Bauforschung e.V.

Mängel bei Wärmepumpen schwerwiegend

Erfreulich: Keine Wärmepumpenbauart ist im Vergleich zur anderen besonders mangelbehaftet. Doch egal ob Erdgekoppelte Systeme, wie Sole-Wasser-Wärmepumpen, oder Luftwärmepumpen – wenn Fehler auftreten, seien sie meist schwerwiegend. „Bei knapp der Hälfte der fehlerhaften Anlagen sind Reparaturen oder der Austausch einzelner Teile notwendig“, heißt es dazu vom Bauherren-Schutzbund. In der Regel kostet eine Mängelbeseitigung durchschnittlich 13.500 Euro. Probleme gab es vor allem bei der Heizleistung und dem Stromverbrauch. „Oft bleibt die Wohnung dann kalt oder die Energiekosten schnellen in die Höhe.“ Eine zeitnahe Reparatur sei meist unvermeidlich. Bedauerlich: Bei knapp über der Hälfte der betrachteten Fälle traten die Probleme unmittelbar oder in den ersten zwei Jahren nach Anlagenfertigstellung auf. Häufigste Mängel seien Planungs-, Ausführungs- und Einstellungsfehler.

Mängeln bei Wärmepumpen vorbeugen

Die Autoren der Studie raten Hausbesitzern und Bauherren dazu, sich vor dem Einbau einer wärmepumpenbasierten Heizungsanlage umfassend zu informieren. Hilfe bieten unabhängige Beratungsstellen wie der Bauherren-Schutzbund e.V. (ots./ gäd.)

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