Wer eine Renovierung oder einen Umbau zu großen Teilen selbst erledigt, spart bis zu 60 Prozent an Kosten für Handwerker und Fachleute. Aus diesem Grund packt jeder zweite Bauherr selbst mit an, vor allem wenn es um den Fußboden geht. Wer sich für einen Korkboden entscheidet, kann zwischen den unterschiedlichsten Designvarianten und verschiedenen Verlegetechniken wählen. Dabei muss nicht immer der Fachmann ran. Mit ein paar Handgriffen kann Korkboden einfach selbst verlegt werden. Worauf es dabei ankommt:

Die Vorbereitung

Egal, ob Korkparkett oder Fertigparkett mit Klicktechnik: Vor dem Verlegen sollten die Paneele in der Verpackung etwa 48 Stunden im zu verlegenden Raum gelagert werden, damit sich der Kork „akklimatisieren“ kann. Der Untergrund, auf dem der Boden verlegt wird, sollte eben, glatt, trocken und sauber sein, größere Mulden mit Spachtelmasse aufgefüllt werden.

Fertigparkett mit Klicktechnik verlegen

Benötigt werden Hammer, Schlagklotz, Säge, Winkel, Abstandskeile und Bleistift. In einer Ecke des Raums beginnen und die erste Diele ausrichten; in der Regel quer zur Fensterfront. Alle weiteren Dielen längsseitig bei 20-30 Grad Neigung einhebeln und mit leichtem Druck absenken, danach mit einem Hammer und Schlagklotz an der Kopfseite „nachklopfen“, damit sich die Fugen schließen.Viele Dielen müssen im so genannten Versatz angeordnet werden, bei neuen Designs ist zum Teil schon das Verlegen mit Kreuzfuge (wie bei Fliesen) möglich. Die Verlegung variiert je nach Design und Hersteller. Kork ist ein Naturprodukt und dehnt sich bei Wärme minimal aus. Daher sollte zu jeder festen Konstruktion wie Wände und Heizungen ein Abstand von gut acht mm eingehalten werden. Diese schmalen Dehnungsfugen werden mit Abstandskeilen erzeugt und später durch die Sockelleisten verdeckt. Für eine längere Lebenszeit empfiehlt es sich, den Korkboden nach dem Verlegen mit einem speziellen Pflegemittel zu behandeln.

Parkett verlegen

Benötigt werden Korkkleber, Zahnspachtel, Gummihammer, Cutter und Zollstock. Mit dem Verlegen des Bodens am besten in der Raummitte beginnen und nach außen vorarbeiten.  Den Kleber mit der Zahnspachtel dünn und flächendeckend auf dem Boden auftragen; dabei jeweils nur die Fläche benetzen, die in zehn Minuten belegt werden kann, damit der Kleber nicht trocknet. Diele für Diele positionieren und andrücken, dabei jeweils eine Dehnungsfuge von etwa zwei mm zu allen Seiten hin einhalten. Danach mit einem Gummihammer von innen nach außen festklopfen.Drei Tage nach der Verlegung kann die Oberfläche des naturbelassenen Parketts versiegelt, gewachst oder imprägniert werden. Sowohl beim Boden als auch bei den Versiegelungsmitteln auf umweltfreundliche Materialien achten.

Deutscher Kork-Verband e.V.
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Der Deutsche Kork-Verband im Internet

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