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buderus_toskana_200px_72dpi  VPB rät zur kritischen Abwägung

Sind normale Heizkörper noch zeitgemäß? „Nein“, meint Rüdiger Mattis, Verband Privater Bauherren (VPB), „denn sie erfordern unnötig hohe Vorlauftemperaturen und relativ viel Energie.“ Erheblich sparsamer sind Strahlungsheizungen. Aber die sind in privaten Wohnhäusern nach wie vor eher selten. „Käufer schlüsselfertiger Immobilien bekommen sie in der Regel gar nicht erst angeboten.“

Fachleute unterscheiden zwischen Konvektions- und Strahlungsheizungen. Konvektionsheizungen erwärmen die Luft und verteilen diese durch Luftwirbelbildung. Typisches Beispiel sind die Heizkörper unterhalb der Fenster. Sie sind bewährter Standard, haben aber verschiedene Nachteile: Sie benötigen Vorlauftemperaturen von rund 70 Grad. Sie erwärmen nur die Luft, und die geht beim Lüften dann relativ schnell verloren. „Außerdem verwirbeln sie nicht nur die Luft, sondern dabei auch Staub auf, was wiederum auf die Bronchien schlägt“, gibt Mattis zu bedenken.

Sinnvolle Alternative ist die so genannte Strahlungsheizung. Sie erhitzt ein Bauteil, das dann über Stunden Wärme an den Raum abgibt. Zu den klassischen Strahlungsheizungen zählen Kachelöfen, zu den modernen Fußboden-, Decken- und, Wandheizungen. Strahlungsheizungen benötigen nur 35 Grad Vorlauftemperatur. Sie können deshalb sehr gut mit dem Warmwasser aus Sonnenkollektoren und Erdwärmeheizungen betrieben werden, haben allerdings auch einen Nachteil gegenüber Heizkörpern: Sie benötigen Fläche. Vor Wandheizungen dürfen deshalb keine Möbel stehen.

Wie warm braucht es der Mensch?

Dazu gibt es viele Ratschläge. Ausschlaggebend ist weniger die messbare Temperatur als der so genannte thermische Komfort (http://www.acca.it/euleb/de/glossary/index7.html). Fachleute unterscheiden zwischen thermischem Komfort im Winter und im Sommer. Im Winter wird er beeinflusst durch die Luftgeschwindigkeit, die tatsächlichen Temperaturen und die Temperaturen der den Menschen umgebenden Oberflächen. Wird also im Winter ein Raum mit einer Flächenheizung beheizt, kann sich der Mensch bereits behaglich fühlen, obwohl die eigentliche Lufttemperatur nur 17 Grad beträgt.

Wichtig ist auch die relative Luftfeuchte. Sie wird sehr subjektiv empfunden. Grundsätzlich gilt eine Luftfeuchte zwischen 40 und 60 Prozent als ideal. „Weniger trocknet die Schleimhäute aus, mehr führt zu Schimmelbildung“, warnt der Fachmann.

Die Wandheizung ist insbesondere im Altbau eine interessante Alternative zur Fußbodenheizung. Sie muss allerdings an der bauphysikalisch richtigen Stelle platziert werden. Wo das genau ist, das muss ein Sachverständiger vorher genau planen und berechnen.

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