elektro_steckdosenleisten  Mindestens 10 Steckdosen in der Küche, 20 im Wohnzimmer. Das sind Vorgaben der Initiative Elektro+ aus Berlin. Wer diese Anzahl beim Neubau oder der Modernisierung nicht beachtet hat, muss häufig nachrüsten. Schnell wird zur ergänzenden Elektroleiste gegriffen. Aber ist das wirklich immer die beste Lösung?

Die Zander von der Initiative warnt vor solchen Nachrüstungen: „Sicherer ist immer eine feste, korrekt verlegte Installation in der Wand mit einer ausreichenden Zahl an Steckdosen und Stromkreisen“. Hierfür eignen sich beispielsweise Installationsrohre. Problemlos lassen sich weitere Leitungen ziehen, ohne die Wand und den Putz zu beschädigen.

Wer dennoch eine Steckdosenleiste einsetzen muss, sollte auf ein dickes Anschlusskabel und das VDE- Prüfsiegel achten, empfiehlt ELEKTRO+. Überhitzungen und Brandgefahr drohen, wenn beispielsweise mehrere Elektroleisten hintereinander geschaltet werden. Die Wattzahlen addieren sich. Ein dreistufiges Schutzkonzept von Endgerät, Hausanschlusskasten und Stromverteiler schützt vor Überspannungen. Achtung: empfindliche Geräte sind dann trotz Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz nicht gesichert.

Um das Nachrüsten zu vermeiden, finden sie unter www.elektro-plus.com Planungshilfen nach der Richtlinie RAL-RG 678. „Im Zweifel ist es besser, die eine oder andere Steckdose mehr einzuplanen – das kostet nur wenige Euro zusätzlich und ermöglicht später mehr Komfort, Flexibilität und Sicherheit bei allen elektrischen Anwendungen,“ weiß auch Zander.

Weitere Tipps zur Elektroplanung in Haus und Wohnung.

HEA
Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V.
Reinhardtstraße 32
10117 Berlin

E-Mail: info@hea.de

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