Aktuell Bau GmbH

hn_04_09_2015_immobilienmakler  Als Immobilienmakler zu arbeiten, ist nicht schwer: Bislang kann sich jeder Unternehmer Immobilienmakler nennen, weil es sich dabei um eine sogenannte ungeschützte Berufsbezeichnung handelt. Geht es nach dem Bundeswirtschaftsministerium, müssen Immobilienmakler künftig ein Zulassungsverfahren über sich ergehen lassen, bevor sie Grundstücke, Häuser oder Bauland im Auftrag vermitteln. Der Bauherren-Schutzbund (BSB) sieht diese gesetzliche Berufszulassungsregelung für Immobilienmakler als ersten wichtigen Schritt.
„Immobilienmakler nehmen gegenüber dem Verbraucher beim Kauf und Verkauf von Grundstücken oder Wohnimmobilien eine Schlüsselrolle ein“, heißt es dazu in einer vom Bauherren-Schutzbund Anfang September veröffentlichten Stellungnahme. Die Tätigkeit der Immobilienmakler und Verwalter von Wohneigentum verkörpere eine erhebliche wirtschaftliche Dimension und berühre unmittelbar Verbraucherinteressen bei der Schaffung und dem Erhalt von Wohneigentum. Der BSB unterstütze in seiner Stellungnahme grundsätzlich die vorgesehenen gesetzlichen Berufszulassungsregelungen – „insbesondere die Einführung eines Sachkundenachweises als Mindestqualifikationsanforderung sowie die Einführung einer Pflicht zum Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung, wie es in § 34c der Gewerbeordnung vorgesehen ist“.
Gleichzeitig lehnt der BSB eine Selbstregulierung der Branche als Alternative zum Sachkundenachweis durch freiwillige Zertifizierung und Vergabe von Gütesiegeln aus Verbrauchersicht ab. „Außerdem haben die „schwarzen Schafe“ der Branche kein Interesse an einer Selbstregulierung und werden weiterhin am Markt ihre Nischen finden“, erklärt die Verbraucherschutzorganisation der Bauherren. Das schade nicht nur Verbrauchern sondern auch den vielen seriösen und fachkompetenten Immobilienmaklern.

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