Die Investition in eine eigene Immobilie gilt gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als sichere Geldanlage. Gerade der Berliner Immobilienmarkt bietet in diesem Zusammenhang eine gute Möglichkeit, das ersparte Geld für den Kauf einer Eigentumswohnung oder gar eines Hauses zu nutzen. Um die Gunst dieser Kapitalanleger werben zunehmend Immobilienmakler und Immobilienfirmen. Sie profitieren von diesen Geschäften, denn mit jeder vermittelten Immobilie steigt ihr Gewinn. Aber: In der Branche gibt es schwarze Schafe, die nur ihre eigentlichen wirtschaftlichen Interessen im Sinn haben.

Vor allem eine falsche Beratung im Vorfeld eines Immobilienkaufs kann im Nachhinein für viel Ärger sorgen. Das ist der Fall, wenn Immobilienvermittler Berechnungsbeispiele aufstellen, die am Ende nicht aufgehen. Oftmals sind die Belastungen für den Immobilienerwerber größer. „Stellt sich nach dem Kauf heraus, dass man Opfer einer Falschberatung geworden ist, bietet sich die Möglichkeit, vom Verkäufer Schadenersatz zu verlangen und das Geschäft auf diese Weise rückabzuwickeln“, sagt der Rechtsanwalt Thomas Kreyenkötter vom Verein Eurojuris Deutschland e.V. Er bezieht sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahre 2003 (Aktenzeichen: V ZR 308/02).Die Möglichkeit, den Schadenersatzanspruch geltend zu machen, tritt dann in Kraft, wenn eine vom Verkäufer beauftragte Vermittlungsfirma gegenüber dem Erwerber beratend tätig geworden ist, erklärt Rechtsanwalt Kreyenkötter. „Stellt sich im Nachhinein heraus, dass die Belastungen höher sind als von dem Vermittler vorgerechnet, so stellt dies eine Falschberatung dar.“ Eine solche Vertragsverletzung könne der Erwerber auch gegenüber dem Verkäufer geltend machen, selbst wenn dieser das Berechnungsbeispiel nicht selbst erstellt habe. Er müsse sich nämlich die Handlungen des von ihm eingeschalteten Vermittlers aber zurechnen lassen.

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