Die Finanzkrise macht vielen Menschen Sorge. Sie wollen ihr Geld über die unsicheren Zeiten retten und suchen ein geeignetes Investment. Haus- und Grundbesitz, so hoffen viele, seien ein sicherer Hafen. „Grundsätzlich ist das auch so, denn Grund und Boden sind nicht beliebig vermehrbar und behalten deshalb ihren Wert weitgehend. Allerdings gilt das nicht für jede Immobilie“, erläutert Andreas Holtfrerich, Verband Privater Bauherren (VPB). Entscheidend sind bei der Auswahl des Objekts mehrere Dinge: Der Zustand der Immobilie, ihre Lage und die Frage, ob sie vermietet oder selbst genutzt werden soll. „Das sind zwar Binsenweisheiten, aber sie werden unserer Erfahrung nach häufig in den Wind geschlagen.“ Weil viele Käufer zwar investieren, aber möglichst wenig Arbeit mit ihrem Investment haben wollen, kaufen sie nicht nur Neubauten, sondern zunehmend auch gebrauchte Häuser und Bestandswohnungen vom Schlüsselfertiganbieter. Immer öfter schnüren auch Banken Pakete aus Immobilien und Finanzierung. „Hier sollten Käufer besonders aufmerksam sein und nicht die Katze im Sack kaufen“, warnt Holtfrerich.
 

„Wer einen Vertrag über den Kauf einer Wohnung unterzeichnet, ohne die Immobilie vorher genau prüfen zu lassen, riskiert sein Geld.“ Viele verlassen sich aber nach Beobachtung des VPB bei der Beurteilung der Immobilie auf die Aussagen und Musterrechnungen in Prospekten. „Das ist leichtfertig, denn das ist Werbung und sagt über den tatsächlichen Zustand des Gebäudes nichts aus.“ Wer genau wissen will, auch was an Reparaturkosten und Nachrüstpflichten finanziell auf ihn zukommt, der sollte die Immobilie vor dem Kauf vom Sachverständigen begutachten lassen.

Kaufen, aber wo?

„Als wichtiges Kriterium für den Wert einer Immobilie wird immer wieder die Lage ins Feld geführt“, erläutert der Sachverständige. „Das stimmt nach wie vor. Allerdings geht es dabei in Zukunft nicht mehr nur um den Vergleich von Orten, etwa im Zentrum einer Universitätsstadt wie Münster oder in einem Dorf, sondern um Innenstadt- und Randlagen. Auch in den bislang teuren Speckgürteln attraktiver Städte stehen mancherorts zunehmend Häuser leer. Die Nachfrage fehlt, folglich sinken dort auch die Preise.“Das wird sich angesichts der demografischen Entwicklung noch verschärfen. Wer heute zu teuer kauft, der sitzt morgen vielleicht auf einer nicht verwertbaren Immobilie. All dies sollten Immobilienkäufer im Vorfeld bedenken, denn nichts ist teurer als eine leerstehende Immobilie.Fast immer lohnt sich der Kauf für den Eigenbedarf. Wer ohnehin mit dem Gedanken spielt, ein Haus zu kaufen, der kann jetzt die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten nutzen. Allerdings nicht um jeden Preis, rät Holtfrerich. Der Kaufpreis muss in jedem Fall angemessen sein.

Der VPB in der Region Münster:
Dipl.-Ing. Andreas Holtfrerich
Regionalbüro Münster
Webereistr. 3
48565 Steinfurt
Tel.: 02552 / 99 54 94
E-Mail: muenster@vpb.de
Homepage des VPB

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