Die Preise an der Strombörse sind gefallen. Die Ökostromumlage ist gesunken. Dennoch müssen Verbraucher auch in diesem Jahr mit steigenden Strompreisen rechnen. Wie wird diese Entwicklung erklärt?

Günstiger Strom für Gewerbetreibende

Verbraucher sind gezwungen, nach günstigen Lösungen für Strom Ausschau zu halten. Eine Lösung offerieren Anbieter, die Gewerbetreibenden speziellen Gewerbestrom zur Verfügung stellen. Beispielsweise wird Gewerbestrom auf Stromvergleich.de zu besonders günstigen Tarifen angeboten. Da die Angebote für diese besondere Stromart von Region zu Region stark schwanken, ist ein Vergleich auch in diesem Energie-Bereich unerlässlich. Insbesondere für Start-Ups zählt jeder Cent. Deshalb sollten Gewerbetreibende genügend Zeit einplanen, um einzelne Angebote für Gewerbestrom detailliert unter die Lupe zu nehmen. Wer sich im privaten oder gewerblichen Bereich für Stromangebote mit einer Preisfixierung von mindestens zwölf Monaten entscheidet, wird sich zumindest zeitnah nicht mehr mit dem Thema Energieversorgung auseinandersetzen müssen.

Steigende Strompreise trotz sinkender Ökostromumlage: ein Widerspruch?

Doch es gibt auch für Privatpersonen gute Nachrichten. Denn tatsächlich hat die Ökostromumlage – auch als EEG-Umlage bezeichnet – in diesem Jahr mit einer Anpassung von 6,88 Cent pro Kilowattstunde auf 6,78 Cent/kWh einen neuen Tiefwert erreicht. Und dennoch müssen sich Verbraucher, die zur Zahlung der Umlage via Stromrechnung verpflichtet sind, auf steigende Kosten für die Elektrizität einstellen. Hierfür geben Stromanbieter die Netzkosten an, die auf einer Stromrechnung mit rund 25 Prozent zu Buche schlagen. Durch diese Preisentwicklung sind die Netzkosten mittlerweile höher als die Beträge für die Ökostromförderung.

Abgaben und Steuern reduzieren sich nur unwesentlich

Die Preistendenz zu höheren Kosten untermalt das Vergleichsportal „Verivox“. Diese Plattform berechnete schon vor wenigen Monaten einen Durchschnittswert von 28,3 Cent/kWh für private Haushalte im Jahr 2018. Die Plattform begründet den Preisanstieg mit dem Anteil an Abgaben und Steuern, der in diesem Jahr nur unbeträchtlich sinkt. Obwohl die EEG-Umlage nach unten korrigiert wurde, nehmen die Steuern und Abgaben noch immer einen Anteil von 56 Prozent ein. In diesem Zusammenhang beträgt der anteilige Wert der EEG-Umlage bei der Berechnung des kompletten Strompreises 24 Prozent.

Drastische Preisanstiege werden 2018 nicht befürchtet

Obwohl die Strompreise im Großhandel zumindest leicht nach unten angepasst wurden, profitieren Verbraucher nicht von diesem Trend. Der Blick auf den durchschnittlichen Börsenstrompreis in den ersten zwei Dritteln des Jahres 2017 ließ tief blicken und bewegte sich etwa zwei Prozent unter den Angaben des Vorjahres. Im Gegenzug werden sich die Strompreise im Jahr 2018 zwar leicht nach oben korrigieren. Aber dennoch ist nicht mit einem drastischen Anstieg zu rechnen – diese Prognosen sind möglicherweise ein kleiner Trost für Verbraucher.

Nach einer Preiserhöhung den Anbieter wechseln

Planen Stromversorger eine Erhöhung ihrer Preise, müssen sie die Kostenänderung mindestens sechs Wochen vor der Maßnahme schriftlich ankündigen. Nach Erhalt dieses Schreibens sind Konsumenten gut beraten, den bestehenden Vertrag schnellstmöglich zu kündigen. Hierfür ist ein formloses Anschreiben zumeist ausreichend. Wer eine Vereinbarung mit einem Stromanbieter zu günstigeren Konditionen abschließen möchte, sollte die Offerten der Versorger genauer unter die Lupe nehmen. Ist die Entscheidung für einen Dienstleister gefallen, beliefern die Anbieter ihre Kunden ab dem Zeitpunkt mit Strom, zu dem die Energiepreise eigentlich schon angestiegen wären. Um eine Unterbrechung der Stromversorgung müssen sich potentielle Kunden nicht sorgen. Ein reibungsloser Ablauf der Stromversorgung ist gesetzlich gewährleistet.

Aktuell Bau GmbH

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere