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Der vergangene Winter hatte gleich mehrere Rekorde vorzuweisen: den kältesten Dezember seit über 40 Jahren – und einen Anstieg der Heizölpreise auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Da macht sich der Brennstoffverbrauch der alten Öl- oder Gasheizung besonders in der Haushaltskasse bemerkbar. Umso sinnvoller ist es, sich nach dieser Heizsaison mit erneuerbaren Alternativen zu beschäftigen, denn der nächste Winter kommt bestimmt.

Mit einer neuen, umweltfreundlichen Anlage lassen sich die Heizkosten vom ersten Tag an spürbar reduzieren. Favorisiert wird dabei derzeit der Energieträger Holz, der sich in den vergangenen Jahren im Vergleich zu Gas und Öl als preisstabil erwiesen hat.

Unabhängig von fossiler Energie
Vergleicht man die derzeitigen Brennstoffpreise, so lässt sich bei Holzpellets ein Preisvorteil von rund 35 Prozent gegenüber fossilen Energieträgern ausmachen. Damit wird eine Pelletheizung, auch in der Sanierung, für immer mehr Hausbesitzer interessant. Mit dem Umstieg können sie sich künftig von steigenden Brennstoffkosten fossiler Energien unabhängig machen – und leisten zugleich einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.
„Der Austausch eines alten, fossil befeuerten Kessels gegen einen neuen Pelletkessel ist oftmals sinnvoll“, erklärt auch Christian Schraube vom Europäischen Institut für Energieforschung. Das Institut hat eine Studie zu Pelletanlagen im Bestand durchgeführt und die Effizienz dieser Heizmethode untersucht. Bereits vier bis fünf Tonnen Holzpellets decken demnach den Jahresbedarf für ein durchschnittliches Einfamilienhaus. Damit ist der Platzbedarf einer Pelletanlage inklusive Brennstofflager nicht größer als bei einer Ölheizung.

Holzfeuerung spart Primärenergie

Wird eine alte Öl- oder Gasheizung durch eine moderne Holz- oder Pelletanlage ausgetauscht, lassen sich bis zu 80 Prozent an Primärenergie beim Heizen einsparen. Der Primärenergiebedarf errechnet sich aus allen Prozessen, die ein Brennstoff verursacht – von der Gewinnung und Herstellung über den Transport bis zur Verwendung beim Endkunden. Weil Holz regional hergestellt wird, keine langen Lieferwege anfallen und bei der Verbrennung kein fossiles CO2 abgegeben wird, ist der Primärenergiebedarf von Holzheizsystemen im Vergleich zu Öl und Gas besonders niedrig.
Einen besonderen Tipp hat Christian Schraube noch parat: „Ein Austausch der Heizkörper oder der Einbau einer Flächenheizung kann auch getrennt von der Kesselinstallation zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.“ Ein großer Vorteil für Verbraucher, die sich nicht auf einen Schlag alle Modernisierungsmaßnahmen leisten können. (djd/pt).

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