Überall in Berlin fällt das Laub. So schön die bunten Blätter auch anzusehen sind – sie stellen auch eine potenzielle Unfallgefahr dar. Ist das Laub nass, können Passanten schnell auf Laub ausrutschen und sich ernsthaft verletzen. Städte und Gemeinden nehmen die Hauseigentümer in die Pflicht und erwarten von ihnen, dass der Gehweg vom Laub „befreit“ wird. Ähnlich wie nach einem Schneefall sind Hausbesitzer in der Verantwortung, den Weg vor ihrem Haus zu räumen. Maßgeblich ist, was im Straßenreinigungsgesetz beziehungsweise in den kommunalen Satzungen verankert ist.

Wie die ARAG Rechtschutzversicherung mitteilt, obliegt die sogenannte Verkehrssicherungspflicht zunächst den Gemeinden. Diese müssten also auch dafür Sorge tragen, dass die Straßen und Gehwege auch nach Laubfall ohne Gefahr von Bürgern benutzt werden können. Diese Pflicht könne jedoch an die Grundstückseigentümer per Satzung weitergegeben werden. In Berlin ist dies konkret im Straßenreinigungsgesetz geregelt. Demnach liegt die Räumpflicht bei den Hauseigentümern in der Hauptstadt – darunter fällt auch die Beseitigung des Herbstlaubes.

Laub muss – ähnlich wie Schnee – in der Regel zwischen 7 und 20 Uhr, am Wochenende ab 9 Uhr beseitigt werden. Das Laub muss extra entsorgt oder kompostiert werden. Es darf weder in den Rinnstein, noch in den Gulli gekehrt werden. In Berlin bieten die Berliner Stadtreinigungsbetriebe spezielle Laubsäcke an. Für 4 Euro können die Säcke befüllt werden. Die Müllabfuhr nimmt die Säcke dann mit. Wer sie direkt zu einem der BSR-Standorte bringt, bekommt pro Laubsack 1 Euro erstattet.
Kommt ein Passant dennoch zu Schaden und stürzt in Folge rutschigen Laubes, ist man nach Angaben der ARAG im Rahmen einer Haus- und Grundeigentümer-Haftpflichtversicherung abgesichert.

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