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In Heizungskellern treffen die Energieberater der Verbraucherzentrale
Hamburg selten auf Heizungsanlagen, bei denen alles stimmt: „Viele
Heizungen arbeiten ineffizient – sie verbrauchen zu viel und treiben die
Heizkosten unnötig in die Höhe“, berichtet Steffen Jenner von seinen
Heiz-Checks vor Ort. Doch schon mit geringem Aufwand ließen sich
Brennstoffverbrauch und Kosten spürbar senken. Die Energieberatung
der Verbraucherzentrale Hamburg hat die häufigsten Probleme und
deren Lösungen zusammengefasst.

Problem Nr. 1 – Zu warmes Heizungswasser
„Ist das Heizwasser wärmer als nötig, kann es auf seiner Tour durchs
System nicht genug Wärme abgeben. Die Räume werden zwar schön
warm, doch die Heizkörper sind viel zu heiß und das Heizwasser ist nicht
ausreichend abgekühlt, wenn es in den Kessel zurückströmt“, erklärt
Jenner. Dies führe gerade bei älteren Anlagen dazu, dass das
Heizwasser nur kurz wieder erwärmt wird. „Ein häufiges Ein- und
Ausschalten des Kessels wiederum zieht einen hohen Verschleiß und
einen unnötigen Energieverlust nach sich, besser ist eine regelmäßige
Taktung.“
Die Lösung: Die Systemtemperaturen absenken.
Durch eine Veränderung der Heizkurve an der Heizungsregelung lässt sich die
Temperatur im Heizsystem verringern. Dadurch kühlen sich nicht die
Räume ab, sondern nur die überheizten Heizkörper. Die Einstellung der
Heizkurve durch einen Fachmann wird vom Staat finanziell bezuschusst.

Problem Nr. 2 – Schlecht gedämmte Rohrleitungen
„Heizungsrohre, die durch ungeheizte Räume führen, zum Beispiel den
Dachboden oder den Keller, müssen gedämmt sein, sonst geht sehr viel
Wärme verloren“, sagt Jenner.
Die Lösung: Rohrleitungen konsequent dämmen.
Für ungeheizte Räume schreibt das die Energieeinsparverordnung sogar vor. Das
Dämmmaterial lässt sich auch nachträglich meist leicht anbringen. Der
Experte empfiehlt eine Dämmung, die etwa so dick ist wie das Rohr
selbst.

Problem Nr. 3 – Schlechte Verteilung des Heizungswassers
„Häufig wird die Wärme im Heizsystem nicht gleichmäßig verteilt.
Manche Heizkörper, typischerweise die im Erdgeschoss, sind viel zu
warm, andere hingegen, häufig die in den Obergeschossen, nicht warm
genug“, berichtet Jenner.
Die Lösung: Einen hydraulischen Abgleich durchführen.
Dabei werden die Thermostatventile an den einzelnen Heizkörpern so eingestellt, dass
durch jeden Heizkörper genau die Menge an Heizungswasser fließt, die
nötig ist, um den Raum zu heizen. Auf diese Weise wird die Wärme
optimal verteilt. Eventuell müssen dafür vorhandene Thermostatventile
ausgetauscht oder nachgerüstet werden.

Problem Nr. 4 – Stromfresser Heizungspumpe
„Nicht allen Heizungsbesitzern ist bewusst, dass ihre Anlage nicht nur
Brennstoff, sondern auch Strom verbraucht“, erklärt Steffen Jenner. „Vor
allem alte Heizungspumpen sind wahre Stromfresser.“
Die Lösung: Hocheffizienzpumpe installieren.
Der Wechsel zu einer Hocheffizienzpumpe kann den Stromverbrauch um mehr als die Hälfte
verringern. Der Experte rät, mit dem Pumpentausch auch einen
hydraulischen Abgleich durchzuführen, um die Verteilung des
Heizwassers zu verbessern. Für beide Maßnahmen gibt es Zuschüsse
vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Leistung verbessern, Verbrauch senken, Förderprogramme nutzen

Die Energieberater der Verbraucherzentrale Hamburg unterstützen beim
Optimieren der Heizungsanlage und kommen auch zum Hausbesuch.
Beim sogenannten Heiz-Check nehmen die Experten das Heizsystem
mit Gas- oder Ölheizkessel, Fernwärmestation oder Wärmepumpe
genau unter die Lupe. Die Kostenbeteiligung für private Verbraucher
beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit
entsprechendem Nachweis ist das Angebot kostenlos. Der Heiz-Check
wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Anmeldungen und weitere Informationen rund ums Thema Heizung
geben die unabhängigen Berater an der Energie- und Klimahotline der
Verbraucherzentrale Hamburg unter 040 248 32 250 (Ortstarif) oder im
persönlichen Beratungsgespräch (nach Terminvereinbarung).

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