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Er ist der Feind eines jeden Mauerwerks: Schimmel. Er entsteht über die Zeit mit Feuchtigkeit und ist deswegen verstärkt in alten Bauwerken zu finden. Allerdings nicht ausschließlich: selbst Neubauten sind vor dem Pilz nicht gefeit. Geschuldet ist das dem Zeitdruck beim Bau, der einer ausreichenden Betreuung des Baus oft diametral entgegensteht. Dabei reichen eigentlich relativ einfache Maßnahmen, um effektiv vorzubeugen.

Die Realität: Schimmel weiter verbreitet als gedacht

Einer aktuellen Schätzung zufolge ist etwa die Hälfte aller Häuser von Schimmel betroffen. Dass darunter auch viele Neubauten fallen, hat einfache naturwissenschaftliche Gründe. Denn in der Bauphase werden durch die Baustoffe, also Beton, Putz etc., mehrere tausend Liter Wasser mit eingebracht. Wird dieses nicht sorgfältig dauerhaft ausgeleitet, nachdem der Bau vollendet ist, stellt es eine nahezu perfekte Grundlage für künftigen Pilzbefall dar.

Frühzeitig gegensteuern und im Trockenen bleiben

Innerhalb der ersten vier bis fünf Jahre nach Fertigstellung sollte daher mit System gelüftet und getrocknet werden. Die Gefahr, die vom Schimmel ausgeht, muss nämlich gleich auf mehreren Ebenen betrachtet werden. Denn es geht längst nicht nur um die Bausubstanz. Auch der menschliche Organismus reagiert mitunter sehr empfindlich auf Schimmel, nicht selten sind Lungenkrankheiten und schwere Allergien die Folge. In jedem Fall ist Schimmel deswegen als hochgradig gesundheitsgefährdend einzustufen. Intelligentes Lüften ist folglich das A und O. Eine altgediente Methode ist inzwischen mehrfach widerlegt, und zwar das Kipplüften über längere Zeit. Dabei kühlen die Wände stark aus, der Frischlufteffekt bleibt aber gering – beste Bedingungen für Pilze also.

Lüften und Heizen wie die Experten

Rhythmisches Stoßlüften ist vor allem im Winter das Zauberwort. Dreimal täglich fünf bis zehn Minuten sollten bei guter Luftzirkulation ausreichen, um die Schimmelgefahr klein zu halten. Ganz nebenbei profitiert auch die Heizkostenrechnung davon. Übrigens gilt, je mehr Personen in einem Haushalt leben, desto größer das Schimmelrisiko, da mehr Wasserdampf entsteht und sich als Feuchtigkeit absetzt. Optimieren lässt sich die Anti-Schimmel-Bilanz noch durch den richtigen Umgang mit der Heizung. So gilt es mittlerweile als Fehler, nur wenig genutzte Räume komplett unbeheizt zu lassen, da die dauerhafte Abkühlung der Mauern dann weitaus stärker wiegt als ein konstantes Heizen auf kleiner Stufe kostet. Ein einfaches Zimmerthermometer hilft dabei, den Bedarf einzuschätzen, da 17 Grad Raumtemperatur als empfohlenes Minimum gelten.

Schon beim Bau nicht am falschen Ende sparen

Im Gesamtbild beginnt die Schimmelbekämpfung natürlich schon beim Bau an sich. Dichte Fugen sind von zentraler Bedeutung; damit sind logischerweise vor allem Türen und Fenster gemeint. Falls möglich, etwa aus Sicht des Bauherren, sollte schon bei der Planung auf entsprechend gute Fenster und Türen geachtet werden. Ist das nicht der Fall, kann man immer noch manuell nachhelfen, zum Beispiel mit Schaumstoffstreifen oder Zugluftstoppern. Beim Kauf eines bereits bestehenden Hauses sollte Wert auf eine wirklich detaillierte Kontrolle im Vorfeld gelegt werden, da viele Häuser bereits mit Feuchtigkeitsschäden verkauft werden. Das klingt ein wenig nach Generalverdacht, muss aber differenziert betrachtet werden. So wird ein renommierter Bauträger mit größerer Wahrscheinlichkeit ein völlig unbefangenes Haus verkaufen als eine Privatperson ohne große Fachkenntnis. Der Bauunternehmer ist übrigens dazu verpflichtet, die Baustelle nach dem Bau trocknen zu lassen und diesen Vorgang zu überwachen – auch wenn manche Unternehmen etwas Anderes behaupten.
Um die Feuchtigkeit aus den Wänden zu bekommen gibt es auch Profimaschinen, wie einen Bautrockner, die das Ganze beschleunigen, diese können beispielsweise auch verwendet werden bei einem Wasserschaden. Es gibt auch die Möglichkeit einen Luftentfeuchter oder Bautrockner zu mieten , da man die Geräte nur zeitlich begrenzt benötigt.

 

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