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So lassen sich Risiken beim Erwerb vermeiden

Wer den Bau eines Hauses plant, sucht in der Regel zunächst das passende Grundstück. Ist es gefunden, gilt es beim Kauf einiges zu beachten. Weil Grund und Boden vor dem Gesetz als ein besonders wertvolles Gut gilt, kann er nicht so einfach den Besitzer wechseln wie ein Gebrauchtwagen. Grundstückskaufverträge müssen grundsätzlich über einen Notar abgewickelt werden, er allein hat die Ermächtigung zum Rechtsverkehr mit den Grundbuchämtern.
 

Er beurkundet die gewünschte Rechtsänderung durch Kauf, aber auch Schenkung oder eine Belastung des Grunds und beantragt sie beim zuständigen Grundbuchamt. Als Amtspersonen sind Notare zu rechtmäßigem Handeln verpflichtet, unterliegen einer Amtshaftung und müssen eine angemessene Haftpflichtversicherung abschließen. Ihre Pflicht zur Aufklärung über Risiken des Rechtsgeschäfts und zur zweifelsfreien Dokumentation des Leistungsaustausches mit allen relevanten Daten dient der Sicherheit der Vertragsparteien.

Eigene Recherchen geben Sicherheit

„Um unnötige Risiken zu vermeiden, sollten sich Grundstückskäufer vor Vertragsschluss über einige Eckpunkte Klarheit verschaffen“, rät Bernhard-Dietrich Breloer, Vertrauensanwalt beim Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB). Durch eine einfache Nachfrage bei den Bauämtern lässt sich klären, ob das Grundstück in der geplanten Form bebaut werden darf. Die Gefahr von Bodenkontamination oder das Risiko einer unklaren Grundstücksgröße sollte man am besten durch einen Gutachter ausräumen.Der Notar ist verpflichtet, dem Kaufwilligen den Vertrag mindestens zwei Wochen vor Beurkundung zur Verfügung zu stellen. „Diese Zeit kann man nutzen, um den Vertragstext durch einen sachkundigen Rechtsanwalt überprüfen zu lassen“, so Breloer.

Zusatzkosten: Wer zahlt was?

Zur Vermeidung unvorhergesehener Zusatzkosten für den Verkäufer sollten in einem Grundstückskaufvertrag verbindliche Regelungen getroffen sein, wer zum Beispiel die Kosten für geplante und noch durchzuführende Erschließungsmaßnahmen trägt. Ebenso muss geklärt sein, welche der Parteien die Aufwendungen für den Vertrag und seine Durchführung übernimmt. Ebenfalls vertraglich fixiert, sollte der Verkäufer die Gewähr dafür übernehmen, dass das Grundstück frei von Mängeln oder Lasten ist, die den Wert oder die vereinbarte Nutzung aufheben oder mindern könnten. (djd/pt).

Der BSB in der Region Bremen:

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