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Check von 110 Grundversorgungsangeboten in NRW

grundversorger_vz-nrw_270px_72dpi  Stromversorger sollen ihre Kunden, die sich in der sogenannten Grundversorgung befinden, in den Jahresrechnungen über ihre eigenen preiswerteren Tarifvarianten informieren – das fordert die Verbraucherzentrale NRW. Schon durch einen Wechsel in einen Sondertarif des örtlichen Stadtwerks könnten jährlich dreistellige Euro-Beträge gespart werden. Bei einem Vergleich der Grundversorgungsangebote von 110 Grundversorgern in den 396 Gemeinden Nordrhein-Westfalens durch die Verbraucherzentrale sind jetzt erhebliche Preisunterschiede von bis zu 84 Prozent aufgefallen.
 

Das Unternehmen, das in der jeweiligen Kommune die meisten Stromkunden hat, muss nach dem Energiewirtschaftsgesetz allen ansässigen Haushalten einen Pflichttarif mit kurzer Laufzeit und kurzer Kündigungsfrist anbieten. Noch immer steckt jeder Zweite in Nordrhein-Westfalen im jeweils teuersten Grundversorgungstarif seines Stadtwerks. Doch Pflichttarif ist nicht gleich Pflichttarif. „Der Preis für die Grundversorgung variiert um mehr als 150 Euro pro Jahr“, erläutert Klaus Müller, Verbraucherzentrale NRW, die Ergebnisse des jüngsten Preis-Checks. „Während Kunden beim Spitzenreiter enwor Energie & Wasser in Herzogenrath bei einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 3.600 Kilowattstunden rund 1.004 Euro für die Grundversorgung berappen müssen, gibt’s die gleiche Menge Strom im Pflichttarif etwa von der ostwestfälischen Energieversorgung Werther schon für rund 846 Euro“. Beim Ranking der teuersten Grundversorger sind den Verbraucherschützern bei den Tarifbestandteilen, die der Stromanbieter – neben Netzentgelten, Steuern, Konzessionsabgaben und Umlagen – frei gestalten kann, Preisunterschiede von bis zu 84 Prozent aufgefallen. Aus Sicht der Verbraucherschützer sind die Stromversorger in der Pflicht, ihre Kunden über eigene alternative Tarifangebote neben der Grundversorgung zu informieren. In den Jahresabrechnungen müsste für den Kunden transparent gemacht werden, dass er durch einen einfachen Tarifwechsel sparen kann. Derweil rät die Verbraucherzentrale allen Kunden, selbst Preisvergleiche anzustellen und einen günstigeren Tarif zu wählen: Schon durch den einfachen Wechsel zu einem günstigeren Angebot des bisherigen Versorgers lassen sich auch bei den teuersten Grundversorgern immer noch bis zu 125 Euro jährlich einsparen. Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V.Mintropstr. 27 40215 Düsseldorf Tel.: 0211 / 38 09 0 Fax: 0211 / 38 09 216 E-Mail: info@vz-nrw.de Homepage der Verbraucherzentrale Nordrhein-WestfalenDas könnte Sie ebenfalls interessieren:Mehr Förderung für WärmepumpenStrom und Wärme selbst erzeugenRiesige Energieeffizienzpotenziale in Privathaushalten 

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