Gesundes Wohnen wird bei Bauherren immer beliebter. Aber auch, wer eine Bestandsimmobilie kauft, sollte im Rahmen der bevorstehenden Sanierung natürlichen Baustoffen den Vorrang geben. „Baubiologen gehen davon aus, dass sich in den meisten deutschen Altbauten gesundheitlich bedenkliche Baustoffe befinden, darunter gesundheitsbelastende Gifte“, erklären hierzu die Experten der BHW Bausparkasse. Eine gute Gelegenheit, sich mit dem Thema „Gesundes Wohnen“ etwas näher zu beschäftigen.

Nach Auskunft der BHW Bausparkasse stünden bei der Modernisierung von Häusern oder Wohnungen in der Regel Aspekte des Energiesparens im Vordergrund. Die Baubiologie komme hingegen zu kurz. Moderne Baustoffe aber sind oft nicht frei von belastenden Schadstoffen, die über Ausdünstungen in die Atemluft gelangen und damit die Gesundheit der Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung langfristig schädigen können. „Wer mit natürlichen Materialien modernisiert, spart nicht nur Energie, sondern minimiert auch die Belastungen durch Schadstoffe und verbessert das Wohnklima“, erklärt Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse.

Gut zu wissen: Die umwelt- und gesundheitsgefährenden Stoffe sind als Lösemittel in Lacken und Kleber enthalten. Außerdem finden sie sich in als Biozide für Fassadenfarbe, als Weichmacher, Bindemittel oder als Flammschutzmittel in Holz und Wandbelägen. Die Inhaltsstoffe müssen übrigens auf den Verpackungen für Endverbraucher ersichtlich sein.

Lieber auf gesundes Wohnen setzen

Was aber sind natürliche Baustoffe oder sogenannte Biobaustoffe? Dazu gehören unter anderem

  • Massivholz
  • Linoleum
  • Kork
  • Naturfaserteppich
  • diffusionsoffene Anstriche aus Lehm oder Kalk
  • mineralische Wandfarben

Sinnvoll ist es nach Darstellung der BHW Bausparkasse, bei einer Sanierung oder Modernisierung einen Experten zu beauftragen, der Energieeinsparung und Baubiologie gleichermaßen im Blick hat. Diese Beratung wird zudem mit bis zu 60 Prozent vom Staat bezuschusst. Wichtig: Der Experte sollte in jedem Fall einem anerkannten Berufsverband angehören!

Es gibt eine Reihe von zertifizierten Baustoffen, die beim gesunden Wohnen eine Rolle spielen. So reinigen Kalkoberflächen die Luft und hemmen Schimmelbildung. Außerdem regulieren sie die Raumluftfeuchte. Gipsputz punkte durch eine schnelle Trocknung und leichte Weiterverarbeitung. Holz ist langlebig, sollte aber einen Schutzanstrich erhalten – am besten aus gesundheitlich unbedenklichen Materialien. Linoleum besteht zu 80 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und ist weitestgehend biologisch abbaubar. Außerdem ist es leicht zu reinigen und erfüllt daher gut hygienische Ansprüche. Geölte Terrakottafliesen regulieren das Raumklima. Und bei lösungsmittelfreien Farben verzichten Hersteller auf petrochemische und synthetische Gift- bzw. Schadstoffe. Weil dort natürliche Rohstoffe zum Einsatz kommen, ist die Raumluft auch nicht belastet. Das wirkt sich wiederum auf die Wohngesundheit aus. (gäd.)

Hinweis der Redaktion:

Mehr zum Thema Baustoffe lesen Sie

in unserem Ratgeber!

Haus des Jahres 2017

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