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hn_0210_asbest_bhw  Jahrzehntelang wurden sowohl im Westen als auch im Osten Deutschlands Häuser gebaut, bei denen Asbest zum Einsatz kam. Wie sich später herausstellte, handelt es sich bei den faserartigen Baustoffen um Krebserreger. Deshalb wurde Asbest 1993 verboten. Doch: In vielen Eigenheimen gibt es nach wie vor Asbest. Gerade im Rahmen von Hausmodernisierungen kann das ein Problem darstellen, wie Experten der BHW Bausparkasse berichten.
Schätzungen zufolge wurden bis in die 1990er-Jahre rund sechs Millionen Tonnen Asbest verbaut, wie die BHW Bausparkasse jetzt mitteilte. Dieser Baustoff kam als Asbestzement an Fassaden, Fensterbänken oder Fußböden zum Einsatz. Hausbesitzer sollten daher anstehende Modernisierungsmaßnahmen ihres Eigenheimes behutsam angehen. Denn durch Bohren, Schleifen oder Herausreißen wird die krebserregende Faser freigesetzt. „Asbest ist für den Laien nicht zu erkennen“, sagt Rüdiger Grimmert von der BHW Bausparkasse. „Hausbesitzer sollten im Zweifelsfall einen Sachverständigen konsultieren.“ Die Kosten dafür belaufen sich zwischen 60 und 100 Euro pro Stunde.
Vorsicht bei Asbest ist auch deshalb geboten, weil gerade Bodenbeläge aus Asbest mit PVC-Belägen verwechselt werden können. Wird der darin enthaltene Asbest unsachgemäß entfernt, kann der gesamte Wohnraum kontaminiert werden. Das führt zu hohen Folgekosten. Daher ist in diesem Fall ein Fachbetrieb zu beauftragen. Verboten hingegen ist, Dach oder Fassade aus Asbest zu überbauen. Hier müssen die Bestandteile komplett erneuert werden.
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