Wer auf dem Land vor den Toren Düsseldorfs wohnt, der kennt das Problem: Das Massivhaus oder Fertighaus kann mangels Leitungen nicht an ein Gasnetz oder an Fernwärme angeschlossen werden. Eine netzunabhängige Lösung muss in solchen Fällen her – und dabei gibt es unter den Energiequellen zumindest aus wirtschaftlicher Sicht einen klaren Sieger: Flüssiggas als Energieträger für die Wärmeversorgung günstiger als Öl oder Holzpellets. Das ergab ein aktueller Vergleich der Vollkosten von 24 unterschiedlichen Heizungs- und Trinkwassersystemen, teilte der Flüssiggashersteller Primagas mit.

Brennwertgeräte sind sparsam undumweltfreundlich

Wie eine Untersuchung des ITG-Instituts Dresden im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. ergab, schneiden mit Flüssiggas betriebene Brennwertgeräte im Vollkostenvergleich mit anderen netzunabhängigen Systemen wie Ölheizungen, Holzpellet-Kesseln sowie Sole- und Luft-Wasser-Wärmepumpen sehr gut ab. Konkret stellen sich die Zahlen wie folgt dar: Ein Flüssiggasbrennwertgerät mit 150 Liter-Speicher hat Verbrauchskosten von 2.369 Euro, die Öl-Variante 2.627 Euro. Am teuersten war der Holzpellet-Kessel mit 3.339 Euro.
Grundlage des Vergleichs bildete ein neues Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Grundfläche. Berücksichtigt wurden in dem Vergleich auch die Anschaffungs- und Wartungskosten. Wie Primagas mitteilte, schnitt Flüssiggas als Energieträger auch bei Brennwertsystemen mit Anlagen zur solaren Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung gut ab.

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