bsb_holzhaus_270px_72dpi  Private Bauherren haben meist nicht den bautechnischen oder juristischen Wissensstand ihrer Firmenpartner. Deshalb sollten sie Bauverträge nicht ohne Expertenrat abschließen. Der Bauherren-Schutzbund (BSB) empfiehlt, besonders auf Fallstricke zu achten, die sich in unklar oder mehrdeutig formulierten Klauseln verstecken. Nicht nur in unklar oder mehrdeutig formulierten Klauseln stecken Fallen, auch das Weglassen vertraglicher Regelungen birgt Gefahrenpotenzial.
 

Bauherren nehmen als juristische Laien Verträge oft so hin, wie sie vorformuliert von den Firmen vorgelegt werden – ohne zu wissen, dass Verträge zu verhandeln und auf Augenhöhe abzuschließen sind.Worauf kommt es an?Der Vertragsgegenstand muss klar und umfassend definiert sein. So gehört zum traditionellen Bauvertrag mit baureifem Grundstück ein Baugrundgutachten, das der Planung zugrunde gelegt und im Bauvertrag festgehalten wird. Zu regeln ist beim Fertighausbau nicht nur die Verpflichtung des Unternehmers ein Haus zu errichten, sondern genauso die Planungsleistung. Auch die Übergabe von Planungsunterlagen und technischen Nachweisen muss vereinbart werden – und zu welchem Zeitpunkt sie geschuldet ist. Gerade letzteres wird fälschlich oft vorausgesetzt, ist aber festzulegen.Um Enttäuschungen über Qualität und erhaltenen Leistungsumfang vorzubeugen, muss der Bau- und Leistungsbeschreibung größte Aufmerksamkeit gewidmet werden. Hinsichtlich des Leistungsumfangs, der Art und Qualität der Baustoffe und Baumaterialien und der technischen Ausstattung muss sie detailliert abgefasst sein. Eigene Vorschläge, Konkretisierungen und Ergänzungen sollten eingebracht, Mehr- und Minderleistungen sowie Zusatzwünsche vor Vertragsabschluss einbezogen werden.Vertragspreis und Bauzeit eindeutig festlegenRegelungen zum Vertragspreis und der Bauzeit sind für Verbraucher oft intransparent gehalten oder an Bedingungen geknüpft, deren Eintreten nicht ohne weiteres einschätzbar ist. Problematisch ist ein Anknüpfen der Bauzeit an die Baugenehmigung, wenn der Unternehmer die Genehmigungsplanung leistet und nicht festschreibt, wann er diese vorlegt. Hier bedarf es bindender Absprachen. Das gilt auch für die vertragliche Gestaltung des Fertigstellungstermins. Viele Verträge enthalten keine Regelung über eine Vertragsstrafe des Unternehmers, falls er die Bauzeit überschreitet. Doch auch die gehört in den Vertrag.Um nicht in die Falle von unausgewogenen Zahlungsplänen zu tappen, müssen Zahlungsmodalitäten genau geprüft werden. Formularmäßig vom Unternehmer vorgegebene Raten müssen dem Baufortschritt entsprechen. In Zahlungsplänen verbergen sich häufig versteckte Vorauszahlungspflichten für den Bauherrn. Um Insolvenzrisiken vorzubeugen, sollten Sicherheiten in Form einer Fertigstellungsbürgschaft vertraglich vereinbart werden. Während der Gewährleistungszeit ist die Absicherung etwaiger Mängelbeseitigungsansprüche wichtig. Deshalb sollten mit Vertragsunterzeichnung entweder ein Sicherheitseinbehalt, eine Gewährleistungsversicherung oder eine Gewährleistungsbürgschaft vereinbart werden. Der BSB in der Region Leipzig:Regionalbüro LeipzigDipl.-Ing. Jörg NowitzkiHainburger Weg 704349 LeipzigTel.: 0341 / 921 74 80Fax: 0341 / 921 74 81E-Mail: office@bsb-ev.deHomepage des BSBDas könnte Sie ebenfalls interessieren:Bau- und Leistungsbeschreibung wasserdicht vereinbarenDie Muster-BaubeschreibungDer sichere Weg zum eigenen Haus 

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