Bundesweit wird die Energiewende diskutiert. Im Landkreis Kassel ist sie hingegen in vollem Gange. Inzwischen sind in der Region 5.700 Anlagen in Betrieb, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen. Allein 2011 gingen 1.100 kleine Kraftwerke ans Netz. „Das ist ein tolles Ergebnis und zeigt, dass die Spitzenstellung des Landkreises bei den erneuerbaren Energien weiter besteht“, sagt die Kasseler Vizelandrätin Susanne Selbert. Allein in den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Stromerzeugungsanlagen aus erneuerbaren Energien im Versorgungsgebiet der E.ON Mitte mehr als verdoppelt.

Der Landkreis Kassel darf sich, wenn es um Erneuerbare Energien geht, durchaus als Vorreiter bezeichnen. Denn rund 26 Prozent der verbrauchten elektrischen Energie wurden aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind oder Wasser gewonnen. Die Windkraft steht dabei an der Spitze, gefolgt von der Biomasse. „Im Jahr 2010 haben 26 Anlagen knapp 52.800 Kilowattstunden elektrische Energie produziert, und durch unsere neue 2011 ans Netz gegangene Biovergärungsanlage in Lohfelden produzieren wir bis zu 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom“, sagt Vizelandrätin Susanne Selbert. Damit könnten 1000 Menschen im Landkreis Kassel mit Strom versorgt werden.

Die in Spitzenzeiten erzeugte überschüssige Energie kann unter anderem genutzt werden, um Elektroautos mit Strom zu „tanken“. Der Energieversorger E.ON Mitte macht sich dieses Prinzip zu Nutze und hat drei Dienstfahrzeuge mit herkömmlichem Verbrennungsmotor gegen drei E-Mobile getauscht, die jetzt in einem Umkreis von bis zu 140 Kilometern im Einsatz sind.

 

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