Sachverständiger kann Schwachstellen und Verbesserungspotenziale aufdecken

bsb_djd_energieberatung_270px_72dpi  Wer einen Energieberater beauftragt, kann Fördergelder vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Rahmen des Programms „Vor-Ort-Beratung“ beantragen. Doch was genau kann der Hausbesitzer davon erwarten? Diplom-Ingenieur Artur Schneider, unabhängiger Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) in Lübeck: „Der Sachverständige wird in erster Linie eine unabhängige Einschätzung des aktuellen energetischen Zustands eines Gebäudes geben und Empfehlungen aussprechen, welche Verbesserungsmaßnahmen sinnvoll und wirtschaftlich sind.“
 

Im Unterschied zum Fachhandwerker verfolgt er keine Verkaufsinteressen und arbeitet daher ausschließlich im Interesse des Hauseigentümers. Zunächst wird sich der Berater vor Ort ein Bild machen und dem Hausherren schon während der Begehung erste Hinweise auf Schwachstellen und potenzielle Probleme geben. Dabei berücksichtigt er das gesamte Bauwerk in seiner Komplexität – von der Konstruktion über die Gebäudehülle bis zur eingebauten Heiztechnik, der Heizungsverteilung und Warmwasserbereitung.
Verbesserungen rechnen sich
Auf Wunsch macht eine Thermografie-Aufnahme anschaulich sichtbar, an welchen Stellen sich die Wärme auf und davon macht. So werden auch von außen nicht erkennbare Kältebrücken, wie etwa vermauerte und überputzte alte Fensteröffnungen, aufgezeigt. Zusätzlich empfiehlt der Sachverständige in besonderen Fällen eine sogenannte Blower-Door-Messung, die Undichtigkeiten der Gebäudehülle offenlegt. Mit den ermittelten Kennwertne des Ortstermins erstellt der Energieberater einen Beratungsbericht. Basis dafür sind die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) und die darin aufgeführten Normen. Neben dem Ist-Zustand enthält der Bericht Vorschläge zu möglichen Sanierungsvarianten und Details zu einzelnen Maßnahmen. Damit erhält der Auftraggeber eine solide Basis für seine Investitionsentscheidung.
Fördermittel nutzen
Fördergelder für Modernisierungen gibt es vor allem über die KfW und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Energieberater geben Tipps, welche Programme genutzt werden können. Werden etwa im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ energetische Verbesserungen durchgeführt, bedürfen die Maßnahmen der Begleitung durch einen Energieberater. Dafür gibt es aber ebenfalls Geld vom Staat. 50 Prozent der Kosten für die Baubegleitung oder maximal 2.000 Euro steuert die KfW bei. (djd/pt).
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