Wie Hausbesitzer sich am besten gegen Frühjahrsstürme sichern können

badenia_sturmbild_270px_72dpi  Vor fast genau einem Jahr erinnerte Sturmtief „Xynthia“ daran, dass die Deutschen immer häufiger mit extremen Wetterereignissen rechnen müssen. Der Sturm, der mit über 200 Stundenkilometern über Westeuropa raste, verursachte große Schäden. Orkanböen deckten reihenweise Dächer ab. Die Experten der Deutschen Bausparkasse Badenia verraten, wie man sein Haus sturmfest macht.
Die größte Schwachstelle eines Hauses ist das Dach. Es ist den Wettereinflüssen am stärksten ausgesetzt. Deshalb sollte man sich schon bei der Planung über Bauweise und Dachmaterial Gedanken machen.

Grundsätzlich sind Flachdächer für Sturmschäden deutlich anfälliger als Steildächer, die dem Winddruck konstruktionsbedingt mehr Widerstand bieten. Der Grund dafür ist, dass Flachdächer bei Sturm wie ein großes Segel wirken. Die entstehenden Sogkräfte können so stark sein, dass die gesamte Dachkonstruktion abhebt. In der Physik wird dieses Phänomen als „Bernoullisches Prinzip“ bezeichnet.
 
Steildächer hingegen sind aufgrund ihrer Aerodynamik weniger anfällig. Die Windkräfte können am First brechen, so dass die Sogkräfte auf der windabgeneigten Seite abgeschwächt werden. Schäden fallen bei Stürmen entsprechend geringer. Neben der Bauweise hat auch das verwendete Bedachungsmaterial entscheidenden Einfluss auf seine Sturmfestigkeit: Dächer aus Schiefer und Titanzink halten auch größeren Windstärken ohne Schaden stand. Weil Schieferplatten einzeln genagelt werden, verfügt ein solches Dach über eine besonders hohe Stabilität. Auch eine Hartbedachung mit Dachsteinen und -ziegeln ist in der Regel relativ sturmfest.
Aber nicht nur bei Neubauten lässt sich für Sturmsicherheit sorgen. Auch im Bestand seien Vorsorgemaßnahmen sinnvoll, bekräftigt Jochen Ament, Bauspar-Experte der Deutschen Bausparkasse Badenia. Die Installation von Sturmklammern minimiert die Wirkung des Windsogs und verhindert das Abrutschen der Dachpfannen. Mit wie vielen Klammern ein Dach gesichert werden muss, hängt vor allem von der Dachform und Neigung sowie vom Eindeckungsmaterial ab.
Bei der Planung von Windschutzmaßnahmen spielt aber auch die geographische Lage der Immobilie eine Rolle. Der Deutsche Wetterdienst hat diesbezüglich vier verschiedene Windlastzonen definiert: Besonders sturmgefährdet sind die Küstenregionen. In Süddeutschland, mit Ausnahme des Alpenraums, geht es dagegen etwas ruhiger zu. Je nach örtlicher Windlast ist es daher ratsam, jede dritte, zweite oder sogar jede einzelne Dachpfanne mit Sturmklammern zu befestigen.
Der ideale Angriffspunkt für jeden Sturm sind lose oder beschädigte Dachpfannen. Daher ist es besonders wichtig, das Dach regelmäßig zu kontrollieren. Beim Verdacht auf etwaige Schäden, sollte man die betroffenen Stellen am besten unverzüglich von einem Dachdecker überprüfen und reparieren oder bei Bedarf das Dach sogar neu decken lassen. Zumal bei dieser Gelegenheit gleichzeitig Energie sparende Maßnahmen wie eine Dachisolierung durchgeführt werden könnten.
Deutsche Bausparkasse Badenia AG Badeniaplatz 1 76189 Karlsruhe
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