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Hydraulischer Abgleich und richtige Regelung sparen Kosten

Ein Heizungscheck vor der winterlichen Kälte lohnt. „Durch die optimale Einstellung der Anlage lassen sich bis zu 15 Prozent Energie sparen“, weiß Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau. Besonders energiesparend ist der hydraulische Abgleich. Hier stimmt ein Fachmann den Wasserdruck und die einzelnen Komponenten der Heizung aufeinander ab. Auch die Heizungsregelung sollte überprüft werden. Die meist kleinen Investitionen rechnen sich bereits nach wenigen Jahren. Zudem fördert die KfW derartige Maßnahmen.

Die Heizung besteht aus vielen einzelnen Komponenten wie Kessel, Pumpen, Rohrleitungen, Heizflächen und Thermostatventile. Oftmals sind diese nicht richtig aufeinander abgestimmt und eingestellt. „Kommt dann noch hinzu, dass einzelne Bauteile überdimensioniert, ungeregelt oder ungedämmt sind, führt dies zu einem unnötig hohen Energieverbrauch“, berichtet Architekt Jürgen Groß vom Deutschen Energieberater-Netzwerk.

Für die richtige Einstellung der Heizanlage sorgt der hydraulische Abgleich. Strömungsgeräusche oder unterschiedlich warme Heizkörper sind ein Zeichen für seine Dringlichkeit. Beim Abgleich wird der für jeden Raum benötigte Wärmebedarf ermittelt, daraus errechnet man die genaue Heizwassermenge, die durch den jeweiligen Heizkörper fließen soll. Die Wassermenge ist abhängig von Vorlauftemperatur, Heizkörpergröße und dessen Entfernung zur Heizungspumpe. Voreingestellt wird der Wasserdurchfluss dann vom Fachmann.

Für ein Einfamilienhaus kostet ein derartiger Abgleich etwa 500 Euro. Damit lassen sich jährlich rund 160 Euro einsparen, die Maßnahme rechnet sich also schon nach gut drei Jahren. Außerdem können Verbraucher bei der KfW Förderbank einen Zuschuss beantragen – er beträgt 25 Prozent der Kosten.

Energie sparen lässt sich auch durch die richtige Einstellung der Heizungsregelung. Beispiel Vorlauftemperatur: Der Heizkessel sollte das Heizungswasser nicht stärker erhitzen als nötig, und zwar abhängig von der Außentemperatur. Bei wärmerer Witterung reicht eine niedrigere Vorlauftemperatur aus. Das spart Energie und verringert die Wärmeverluste im Leitungsnetz. Ebenfalls empfehlenswert ist eine Nachtabsenkung auf 16 Grad Innentemperatur, sie lässt sich bei modernen Regelungen zeitlich einstellen.

Bei Heizungspumpen lohnt sich ein Check besonders. Die mit Strom betriebenen Geräte arbeiten bis zu 6.000 Stunden im Jahr – sind sie ungeregelt, wird das Wasser stets mit voller Leistung durch das Netz gepumpt, auch wenn die Ventile geschlossen sind. Pumpen mit einer Regelung dagegen arbeiten die meiste Zeit in Teillast oder pausieren nachts. Das senkt den Strombedarf von rund 600 auf nur noch 60 Kilowattstunden im Jahr. Neue Heizungspumpen werden ebenfalls von der KfW finanziell gefördert.

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Dipl.-Ing. Mareike Soder
Zukunft Altbau
Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH
Gutenbergstraße 76
70176 Stuttgart

Tel: 0711 / 48 98 25-13
Fax: 0711 / 48 98 25-20

E-Mail: mareike.soder@zukunftaltbau.de

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