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Amt für Statistik prognostiziert deutlichen Bevölkerungsrückgang bis 2030

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Die Bevölkerungszahl im Land Brandenburg wird voraussichtlich weiter zurückgehen und im Jahr 2030 bei einem Stand von knapp 2,3 Millionen Einwohnern liegen. Gegenüber 2008 ist dies ein Verlust von fast 300.000 Personen bzw. knapp 12 Prozent. Die Aussagen resultieren aus der neuesten Bevölkerungsprognose, die vom Landesamt für Bauen und Verkehr gemeinsam mit dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg erarbeitet worden ist.
Der bereits bestehende Altersaufbau der Brandenburger Bevölkerung führt dazu, dass die Zahl der alten Menschen schnell anwachsen wird und immer weniger junge potenzielle Mütter und Väter vorhanden sind.

Aufgrund des Eintritts von geburtenstarken Jahrgängen in das Seniorenalter, einer geringen Geburtenzahl, weiterer Wanderungsverluste bei jungen Erwachsenen und der steigenden Lebenserwartung kommt es zu einer deutlichen Veränderung der altersstrukturellen Zusammensetzung. Während 2008 etwa jeder fünfte Brandenburger im Rentenalter war, wird es im Jahr 2030 bereits mehr als jeder Dritte sein.Die Bevölkerungsentwicklung verläuft weiterhin regional stark differenziert und wird zukünftig die räumlichen Disparitäten zwischen dem Berliner Umland und dem weiteren Metropolenraum verschärfen. Auf der Basis der getroffenen Annahmen zeichnet sich – abweichend vom Landestrend – im Berliner Umland auch weiterhin ein deutlicher Bevölkerungsanstieg ab, der in der Gesamtbilanz der Jahre 2009 bis 2030 knapp 64 000 Personen (+ 7,1 Prozent) umfasst. Bevölkerungszuwächse sind hier insbesondere durch den Ausbau des Flughafens Berlin-Schönefeld zum Flughafen Berlin Brandenburg und den als wahrscheinlich erachteten starken Wanderungsgewinnen der Landeshauptstadt Potsdam zu erwarten.Amt für Statistik Berlin-BrandenburgDortustraße 4614467 PotsdamTel: 0331 / 39-444Fax: 0331 / 39-418E-Mail: info@statistik-bbb.deDas Amt im InternetFoto: www.landkarte-direkt.de
 

2 KOMMENTARE

  1. Guten Tag,

    vielen Dank für Ihre Nachfrage. Die mittelfristigen Konsequenzen dürften vielfältig sein. Für Hausbauinteressierte werden die Randlagen günstig bleiben bzw. günstiger. Wer in den Speckgürtel oder nach Potsdam möchte, sollte sich auf ein gleichbleibendes bzw. steigendes Preisniveau einrichten.

    Für die Infrastruktur ist die Entwicklung sehr schwierig. Ärztliche Versorgung, Kinderbetreuung, Straßenbau, Wasser/Abwasser, alles was von der öffentlichen Hand vorgehalten werden muss, dürfte unter starken Kostendruck kommen. Und das eine Region wie die Prignitz quasi entvölkert wird wie im Dreißigjährigen Krieg, macht die Angelegenheit nur schwieriger

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