Die Zeit der niedrigen Bauzinsen scheint vorerst vorbei: Erstmals seit Monaten haben führende Bankhäuser die Kosten für Baufinanzierungen angehoben. Nach Angaben des Verbraucherportals finanztip.de erhöhte die ING-Diba die Konditionen über alle Laufzeiten um 0,2 Prozentpunkte. Die staatliche Förderbank KfW verlange sogar bis zu 3,5 Prozentpunkte mehr an Zinsen, berichtet das Portal. Grund zur Eile ist aber nach Ansicht der Verbraucherexperten nicht geboten. Es rät Käufern, sich bei der Entscheidung für eine Baufinanzierung nicht unter Druck setzen zu lassen. „Wer jetzt unüberlegt handelt, zahlt am Ende drauf.“

Bauzinsen im Blick behalten

Unter anderem wird Interessenten für Wohnimmobilien geraten, in jedem Fall die Preise der Angebote zu überprüfen. Denn: „Laut Bundesbank sind Wohnimmobilien in einigen Städten Deutschlands teilweise um bis zu 20 Prozent überbewertet“, erklärt finanztip.de „Käufer sollten sich keinesfalls von Maklern oder Bauträgern unter Druck setzen lassen, jetzt möglichst schnell abzuschließen, um sich die günstigen Zinsen zu sichern“, sagt Dirk Eilinghoff, Baufinanzierungsexperte von Finanztip. Wer beispielsweise mit etwas Geduld den Kaufpreis um 10.000 Euro herunter handele, habe wesentlich mehr verdient, als ein kurzfristiger Zinsanstieg koste.

Das Verbraucherportal hat herausgefunden, dass viele Kaufpreise oftmals nicht mehr im Verhältnis zur angebotenen Lage und Ausstattung stünden. Daher sei es immer eine Option zu verhandeln, rät Dirk Eilinghoff. Ein probates Mittel ist es, einen Bausachverständigen zu Rate zu ziehen. (ots/gäd.)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here