Beim Hausbau ist es ratsam, auch an eine Einliegerwohnung zu denken. „Mit dem Bau und der Vermietung einer Einliegerwohnung können Hauseigentümer ihre Immobilie besser nutzen“, erklärt die BHW Bausparkasse. Dadurch erhöhe sich einerseits der Immobilienwert, andererseits ließen sich mit Mieteinnahmen die finanziellen Spielräume erweitern.

Doch es gibt bei einer Einliegerwohnung einige rechtliche Dinge zu beachten. „Um als Einliegerwohnung anerkannt zu werden, muss die zusätzliche Wohnung nach Paragraf 11 des Wohnbaugesetzes gegenüber der Hauptwohnung eine untergeordnete Bedeutung haben“, sagt Isabell Gusinde von der BHW Bausparkasse. Die steuerliche Bewertung hänge davon ab, ob die Immobilie als Zweifamilienhaus oder als Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung beurteilt werde. Ein Zweifamilienhaus ist ein Haus mit zwei nahezu gleichwertigen Wohnungen, indes ist eine Einliegerwohnung im Quadratmetervergleich nachrangig. Gusinde: „Vor einer Vermietung sollte man einen Steuerberater konsultieren, um im Sinne der Finanzverwaltung zu handeln.“

Einliegerwohnung steuerlich geltend machen

Eine Einliegerwohnung bringt nicht nur zusätzliche Einnahmen. Alle im Zusammenhang mit der Vermietung stehenden Kosten können vom Hausbesitzer steuerlich geltende gemacht werden, heißt es dazu von der BHW Bausparkasse. Dazu gehören Ausgaben für den Erhalt, Reparaturkosten oder Maklergebühren bei Neuvermietung. Auch in der Bauphase ergeben sich Vorteile. Unter anderem bekommen Bauherren von der staatlichen KfW-Bank Förderkredite aus dem Programm „Energieeffizient Bauen“.

Übrigens: Es müssen keine wildfremden Mieter sein, die in der Einliegerwohnung leben. Oft ergibt es sich, dass Großeltern oder die eigenen Kinder den Wohnraum nutzen. Allerdings sollten auch mit nahen Angehörigen rechtsverbindliche Abmachungen etwa zur Miete abgeschlossen werden. (bhw/ gäd.)

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