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Mit der dunklen Jahreszeit steigen auch die Einbruchszahlen in Deutschland. Hausbesitzer sind deshalb gut beraten, wenn sie ihre eigenen vier Wände effektiv gegen ungebetene Gäste schützen und Kriminellen das Leben so schwer wie möglich machen. Die BHW Bausparkasse empfiehlt den Einsatz von neuer Sicherheitstechnik. „Für Hausbesitzer ist das elektronische Aufrüsten gegen Langfinger eine Option.“

Eine Möglichkeit: Das Haus oder die Eigentumswohnungen werden mit Kameras ausgestattet, deren Bilder auf das Smartphone der Eigentümer gesendet werden. Weil das allein aber nicht viel bringt, gibt es inzwischen die Option, aus der Ferne Rollläden zu schließen oder das Licht im Haus ein- und auszuschalten – um etwa die Anwesenheit der Bewohner zu simulieren. Nach Angaben der BHW Bausparkasse fördert die KfW bauliche Maßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen mit bis zu 1.500 Euro.

Zweite Möglichkeit: Alle Haupt-, Neben- und Kellertüren sowie Kellerfenster, Lichtschächte und Fenster sollten mechanisch gesichert werden. Informationen hierzu gibt es unter anderem bei der polizeilichen Beratungsstelle in Berlin.

Einbruchschutz: Vor allem an Fenster und Türen denken

Vor allem ältere Fenster und Türen machen Einbrechern das Leben leicht, wie der Verband Fenster + Fassade (VFF) mitteilte. „Manchmal reicht bereits ein Schraubenzieher aus, um sie zu öffnen“, erklärt die Branchenorganisation. Damit genau das nicht passiere, müsste sie mit einbruchhemmenden Beschlägen ausgestattet sein. „Außerdem braucht es eine stabile Befestigung der Verglasung im Fensterflügel“, sagt Ulrich Tschorn vom VFF. Dabei sei zuvor zu überlegen, ob nicht gleich der Kauf eines Fensters mit einbruchhemmenden Scheiben und Beschlägen die bessere Wahl ist. „Die vielen weiteren Vorteile wie leicht verbesserter Schallschutz, gute Bedienbarkeit und gesteigerter Komfort gibt es dann noch dazu“, sagt Ulrich Tschorn vom VFF.

Ein weiterer wesentlicher Sicherheitsfaktor bei Fenstern sind nach Darstellung des VFF die so genannten „Pilzkopfverriegelungen“, die in Verbindung mit stabilen Schließblechen hochwirksam gegen Gewalteinwirkung sind. Auskunft über die Wirksamkeit von Fenstern gebe die sogenannte Resistance Class, auch RC abgekürzt. „Für Wohngebäude geeignet und empfehlenswert sei mindestens die Resistance Class 2“, sagt Ulrich Tschorn. Dazu kämen bei Bedarf Sensoren, die in Kombination mit Alarm- oder Überwachungsanlagen über gewaltsam geöffnete oder offen gelassene Fenster informierten beziehungsweise über App-gesteuerte Systeme Öffnungszustände anzeigten. (ots/ gäd.)

1 KOMMENTAR

  1. Guten Tag.

    Ich habe ein paar Fragen zu den Fenstersensoren bzw. den App-gesteuerten Systemen allgemein.
    Und zwar hätte ich solche Systeme schon gerne bei mir im Haus, allerdings bin ich doch noch etwas skeptisch.
    Eine Annahme: Ich habe ein System zur Sicherung meines Wohneigentums im Haus installiert, alles App-gesteuert. Ein Hacker / Einbrecher hackt durch die Programmierung und verschafft sich Zugriff und Zugang ins Haus. Wie sieht das rechtlich aus? Kann ich belangt werden? Wie läuft das mit der Versicherung? Wie sicher sind diese Systeme inzwischen?
    Die Software kommt ja von professionellen Unternehmen und sollte daher eigentlich sicher sein. Dennoch sind Hacker ja kreativer als einem lieb ist.

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

    Martin Schnellmann

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