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ziv_rauchkontrolle_270px_72dpi  Vor Ofen-Erwerb Schornsteinfeger konsultieren

Angesichts steigender Öl- und Gaspreise werden Holzöfen immer beliebter. Doch rund 97 Prozent der Staubabgase älterer Anlagen bestehen aus gesundheitsgefährdendem Feinstaub, so das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik. Demnach ist die Gesamtmenge des Feinstaubs aus Holzöfen mittlerweile höher als die aus Auspuffrohren aller Diesel-Fahrzeuge in Deutschland.

Mit der zweiten Stufe der Bundesimmissionsschutzverordnung ab 2015 gelten auch strengere Grenzwerte für Neugeräte. Darüber hinaus müssen Altanlagen mit Filtertechnik nachgerüstet werden. „Verbraucher, die in den nächsten Monaten einen Holzofen anschaffen, sollten darauf achten, dass er höchstens 0,04 Gramm Staub und 1,25 Gramm CO pro Kubikmeter Abgas emittiert und somit bereits die Stufe 2 erfüllt“, rät Reiner Verbert. Der Spezialist für Feuerungsanlagen beim TÜV Rheinland weist zudem darauf hin, dass für Pelletöfen schon ab dem 31. Dezember 2014 noch strengere Richtlinien gelten (0,03 g/m3 Staub / 0,25 g/m3 CO). Vor dem Kauf eines neuen Ofens sollten Verbraucher in jedem Fall mit ihrem Schornsteinfeger sprechen. Denn für einen hohen Wirkungsgrad und niedrige Emissionen kommt es auch auf die richtige Belüftung und die baulichen Voraussetzungen des Schornsteins an. Nach Aufstellung der Anlage nimmt der Kaminkehrer die Anlage ohnehin ab und überprüft die Abgaswege. Wer vor dem Kauf den Dialog sucht, vermeidet böse Überraschungen, etwa dass das gewünschte Modell gar nicht geeignet ist. Auch vor der Nachrüstung von Altanlagen mit Filtertechnik ist ein Gespräch mit dem Schornsteinfeger zu empfehlen. Ohne eine Sanierung werden solche ‚Stinker‘ ab 2014 stufenweise stillgelegt. Beim Neukauf eines Holzofens sollten Verbraucher zudem auf die CE-Kennzeichnung nach der DIN-Norm EN 13240 achten. Alle Hersteller in Europa müssen ihre Geräte einer Erstprüfung durch eine anerkannte Stelle unterziehen und dabei auch für ihre Produktion strenge Qualitätssicherungsmaßnahmen nachweisen. Nach der Erstprüfung dürfen sie die CE-Kennzeichnung führen und erhalten einen Nachweis, in dem die Emissionswerte dokumentiert sind. „Bevor sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden, sollten sich Verbraucher die Erstprüfung mit dem Nachweis der Einhaltung der Emissionswerte des Holzofens vorlegen lassen“, empfiehlt Verbert. So stellen sie sicher, dass sie eine moderne Anlage erwerben, mit der sie in den nächsten Jahren umweltbewusst und kostengünstig heizen. (ots)TÜV Rheinland AGAm Grauen Stein51105 KölnTel.: 0221 / 806 – 0Fax: 0221 / 806 – 114E-Mail: internet@de.tuv.comHomepage des TÜV RheinlandDas könnte Sie ebenfalls interessieren:Die Ölheizung wird zum MultitalentKomfortabel heizen mit HolzNeue Marktübersicht zu Pelletheizungen
 

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