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Bauherren entscheiden sich immer häufiger dafür, ein Fertighaus oder Massivhaus in Frankfurt von einem Bauträger zu erwerben. In solchen Fällen sprechen Experten von einer Bauträgerimmobilie. Hierfür wird zwischen dem Bauträger und dem Käufer ein entsprechender Vertrag geschlossen. Der gesamte Prozess muss jedoch im Rahmen geltenden Immobilienrechts von einem Notar begleitet werden. Auf diese Besonderheit weist die Frankfurter Rechtsanwältin und Notarin Bettina Schmidt hin.

Ziel eines Bauträgervertrags ist es, die Interessen von Erwerbern und der Bauwirtschaft zum Ausgleich zu bringen. „Beim typischen Bauträgervertrag ist der Bauträger selbst Eigentümer des Grundstücks, das er mit einem von ihm zu errichtenden oder umzubauenden Gebäude ganz oder teilweise verkauft“, heißt es hierzu aus der Kanzlei Schmidt & Kollegen in Westend. Dabei bildeten der Kaufvertrag über ein Grundstück sowie der Werkvertrag über die Errichtung oder den Umbau eines Gebäudes eine Einheit, weil die Vertragspartner eine Verknüpfung wünschten. „Die Verträge müssen daher beide notariell beurkundet werden“, lautet der Expertentipp der Notare. Ist das Gebäude erst noch zu errichten, muss auch die Baubeschreibung notariell beurkundet werden. Zahlungen des Käufers darf ein Bauträger erst dann entgegen nehmen, wenn er bestimmte Leistungen erbracht hat – so sieht es die Makler- und Bauträgerverordnung vor.

Der Notar ist verpflichtet, eine faire und ausgewogene Vertragsgestaltung vorzuschlagen. „Dazu muss er den Sachverhalt aufklären sowie eine Beratung über Gestaltungsmöglichkeiten und eine Belehrung über die rechtliche Tragweite des Geschäfts vornehmen“, erklärt die Kanzlei Schmidt & Kollegen. „Der Notar übernimmt die Vorbereitung, Beurkundung und Abwicklung des Bauträgervertrages und überwacht, dass beide Urkundenbeteiligte ihren vertraglich übernommenen Verpflichtungen ordnungsgemäß nachkommen.“

 

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