Aktuell Bau GmbH

argebaurecht_richterhammer_270px_72dpi  Entdeckt ein Bauherr innerhalb der Gewährleistungsfrist einen Mangel, muss er den zuständigen Unternehmer oder Handwerksbetrieb schriftlich zur Mängelbeseitigung auffordern und ihm dafür eine angemessene Frist setzen. Daran erinnert die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV).
 

Lässt der Unternehmer diese Frist verstreichen, muss der Bauherr keine zweite Aufforderung mehr schicken, sondern darf die Mängel durch ein anderes Unternehmen beseitigen lassen und vom ersten Unternehmer die Kosten hierfür verlangen. Der Bauherr kann dafür sogar vom säumigen Unternehmer einen Vorschuss in Höhe der voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten einfordern – allerdings nur für die reinen Kosten, nicht für den auf die Kosten entfallenden Mehrwertsteueranteil. Die Mehrwertsteuer darf er erst einfordern, sobald der Mangel beseitigt wurde und die Mehrwertsteuer auch tatsächlich angefallen ist. Ist der Bauherr zum Abzug der Vorsteuer berechtigt, kann er die Erstattung der Mehrwertsteuer natürlich nicht verlangen.Arbeitsgemeinschaft für Bau und Immobilienrechtim Deutschen Anwaltverein (DAV) e.V.Littenstraße 1110179 BerlinTel.: 030 / 72 61 52 – 0Fax: 030 / 72 61 52 – 1 90E-Mail: dav@anwaltverein.deHomepage der ARGE Baurecht Das könnte Sie ebenfalls interessieren:Schadstoff-Check beim Immobilienerwerb aus zweiter HandMinderwert trotz ReparaturBau- und Leistungsbeschreibung wasserdicht vereinbaren
 

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