Wer baut, sollte keine Mühen scheuen, sich vorab ein Baugrundgutachten einzuholen. Denn: Nicht jeder Untergrund ist zur Bebauung geeignet, wie die private Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund (BSB) mitteilt. „Oft lauern versteckte Risiken im Boden, die zu Bauschäden, Mehrkosten und Bauzeitverzögerungen führen können.“

Weil der Bauherr das Risiko für einen Baugrund trage, sei es ratsam, ein Baugrundgutachten zu beauftragen. „Die Kosten halten sich je nach Aufwand und gemessen am Investitionsvolumen eines Neubaus mit durchschnittlich bis zu 2.500 Euro in Grenzen“, erklärt der BSB. Mögliche Folgeschäden könnten das Budget deutlich stärker belasten. Eine Studie des Instituts für Bauforschung e.V. (IFB) und des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) kommt zu dem Schluss, dass ein mangelhafter Baugrund Schäden von bis zu 34.000 Euro verursachen kann. Exemplarisch nennt der BSB Feuchtschäden, Schimmer oder Rissbildungen.

Baugrundgutachten prüfen lassen!

Besondere Sorgfalt sei beim Kauf vom Bauträger oder Erwerb einer Bestandsimmobilie geboten. „Hier sollte das vorgelegte Gutachten durch einen unabhängigen Sachverständigen überprüft werden“, lautet der BSB-Rat. Dies sei wichtig, da Spätschäden oder Wertminderungen bei Wiederverkäufen wegen falsch eingeschätzten Untergründen in der Regel nicht nachträglich eingefordert werden könnten.

Nach Darstellung des BSB sind in einem Baugrundgutachten alle notwendigen Informationen zu den Boden- und Wasserverhältnissen des zu bebauenden Grundstücks enthalten. Über Kernbohrungen werden Proben entnommen, die das Bodenprofil mit allen Erdschichten zeigen. „Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Tragfähigkeit des Bodens und auf die Wasserverhältnisse im Erdreich ziehen.“ (ots/gäd)

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